MacBook Air: Urahn aller Ultrabooks

Sven Kaulfuss 27

Bereits seit circa vier Jahren zeichnet sich ein eindeutiger Trend im Apple-Markt ab: Mac-User greifen lieber zum Mobilrechner, als zum bewährten Desktop-Mac. Auch im letzten Quartal verbuchte die MacBook-Familie mit 3,6 Millionen verkauften Einheiten zum wiederholten Male den Löwenanteil, dem standen nur magere 1,3 Millionen Schreibtischrechner gegenüber. Nicht ganz unbeteiligt an diesem Erfolg ist das aktuelle MacBook Air – Trendsetter und zugleich neuer, ständiger Begleiter des Autors dieser Zeilen.

Unbestritten und ohne falsch angebrachten Stolz kann das MacBook Air heutzutage als Vorreiter einer neuen Serie von Mobilrechnern bezeichnet werden. Zunächst jedoch polarisierte der Schönling, als Apple Anfang 2008 den neuen Luftikus der Weltöffentlichkeit vorstellte. Sicherlich, sein adrettes Äußeres bestach in seiner reduzierten Form, allein bemessen an Preis und Ausstattung galt das Air zum damaligen Zeitpunkt vor allem aber als Sportcoupé unter den Notebooks – schaut gut aus, kostet viel und kann weniger als der „Kombi“ MacBook Pro.

Grundsätzlich hat sich an dieser Ausrichtung auch im Jahre 2011 nichts geändert – abgesehen vom niedrigeren Preis und der aktuellen Ausstattung. In erster Linie unterlagen jedoch die Bedürfnisse und Anforderungen der Anwender einem Umbruch. Ein optisches Laufwerk gilt heute als verzichtbar, integrierte Akkus dank iPod, iPhone und iPad als gesellschaftsfähig und eine mechanische Festplatte als Relikt einer „langsameren Vergangenheit“.

Kaum verwunderlich, dass da das derzeitige Hardware-Konzept „Ultrabook“ aus dem Hause Intel so viele Gemeinsamkeiten mit dem MacBook Air* aufweist – schmal, leichtgewichtig, ohne optisches Laufwerk, SSD-Speicher und stromsparende CULV-Prozessoren. Modelle wie das Acer Aspire S3*, Toshiba Satellite Z830*, Lenovo IdeaPad U300s* oder auch die Zenbook*-Reihe von Asus versuchen seit diesem Herbst kaufwillige Kunden einzufangen – jedoch den ersten Berichten nach bisher mit zweifelhaftem Erfolg.

Mit derartigen Schwierigkeiten hat der Urahn der Ultrabooks nicht zu kämpfen. Das MacBook Air wird gern und oft gekauft, ist es doch längst nicht nur der Schönling unter den mobilen Macs, sondern erfüllt in seiner Form als 11-Zoll-Modell auch die Funktion des Einstieg-MacBooks. Eine Lücke, die Apples „Luftnummer“ seit dem kommentarlosen Verschwinden des letzten weißen MacBooks füllen muss.

Auch für mich fiel die Kaufentscheidung zugunsten des aktuellen MacBook Air. Was waren die Gründe für diese Investition und kann das MacBook Air meinen Ansprüchen tatsächlich gerecht werden? Abseits technokratischer Benchmarks, spiegelt der Artikel vorderhand meine ureigenen Erfahrungen wieder – ich wünsche viel Freude beim Lesen.

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