Das Sony Vaio Tap 11 wurde offiziell auf der IFA 2013 in Berlin präsentiert und hat mit einer wirklich guten Ausstattung, einem Digitizer und einer mitgelieferten Bluetooth-Tastatur überzeugt. Mittlerweile ist das Windows 8.1 Tablet in Deutschland und vielen weiteren Ländern auf dem Markt, erhält aber nicht wirklich die Beachtung, die es verdient hätte. Während wir noch auf ein Testgerät warten müssen, haben sich die Kollegen von MobileTechReview das Tablet etwas genauer angeschaut.

Das Interessante am Sony Vaio Tap 11 ist auch der Lieferumfang. Man bekommt direkt die komplette Ausstattung aus einem 11,6 Zoll großen Full HD Tablet mit vollwertigem Windows 8.1, einem Bluetooth-Keyboard, welches gleichzeitig als Schutz für das Display dient, und einen N-Trig-Digitizer, mit dem handschriftliche Eingaben zum Kinderspiel werden. Die Preise beginnen in Deutschland mittlerweile bei schon 759€ (Link zum Angebot) für die Version mit Intel Pentium 3560Y, 4 GB RAM und 128 GB großer SSD. Absolut ausreichend für normale Tätigkeiten. Wer mehr möchte, kann maximal einen Intel Core i7 Prozessor, 4 GB RAM und eine 512 GB große SSD wählen. Kostet natürlich einen ordentlichen Aufpreis.

Getestet wurde eben dieses günstige Modell des Sony Vaio Tap 11 mit Intel Pentium 3560Y Dual-Core-Prozessor mit 1,2 GHz je Kern, 4 GB RAM und 128 GB großer SSD. Insgesamt ist die Performance gut, wobei sich das Tablet besonders in der Konfiguration in Relation zum Preis doch eher wie ein langsameres Bay Trail Tablet anfühlt für 500 Dollar - so zumindest die Einschätzung. Man bekommt hier aber ein sehr gutes Full HD IPS-Display, einen Digitizer und eben auch die Tastatur, die leider nicht beleuchtet ist. Aufgeladen wird die Tastatur im Übrigen über einen Kontakt am Tablet im zugeklappten Modus. Dort wird die Tastatur mit Magneten in Position gehalten - kann unter Umständen aber auch verrutschen in einer Tasche. Die Magneten sind einfach nicht ganz so stark wie z.B. an den Kontakten des Microsoft Surface Pro 2.

Empfohlen wird das Intel Core i3-4020Y Modell. Dieses bietet spürbar mehr Leistung, kostet aber mit 979€ in Deutschland auch deutlich mehr. Es bleibt in dem Fall weiterhin bei den 4 GB RAM und der 128 GB großen SSD. In dem Sinne zahlt man wirklich sehr viel für ein Prozessor-Upgrade.

Insgesamt ist das Sony Vaio Tap 11 sehr gut verarbeitet. Auf der Rückseite des Tablets ist ein schmaler Kickstand integriert, der aber wirklich stabil ist und sich individuell im Winkel anpassen lässt. So kann man das Tablet vor sich platzieren, muss aber auch eine passende Unterlage haben, da der Kickstand halt nur wenige Zentimeter breit ist. In Kombination mit der Bluetooth Tastatur kann man sich im Grunde fast überall ein mobiles Büro aufbauen.

An den Seiten des Tablets findet man einen USB 3.0 Port, einen Micro-HDMI-Ausgang, einen microSD Karten Slot zum Erweitern des internen Speichers und, wenn man sich für das 3G bzw. 4G Modell entscheidet, einen Einschub für die SIM-Karte. Sowohl auf der Rückseite als auch auf der Oberseite sind Schlitze für den Lüfter. Insgesamt wird diese Version selbst unter Last beim Spielen nicht heiß. Natürlich darf in dem Fall auf eine 8-MP-Kamera nicht fehlen. Der Stylus kann leider nicht in das Gehäuse geschoben werden, er wird aber mitgeliefert und lässt sich mit einem zusätzlichen Clip am Gehäuse befestigen. Aktuell fehlen aber die passenden Treiber für den vollen Support in Apps wie Photoshop.

Das 11,6 Zoll große Full HD Display stellt Farben und Inhalte sehr gut und scharf dar. Die Helligkeit ist ausreichend hoch und die Spiegelungen halten sich in Grenzen. In Kombination mit dem Intel Pentium 3560Y wird so eine Akkulaufzeit von ca. 5 Stunden ermöglicht. Etwas wenig für die doch recht schwache Leistung, wobei man hier anmerken muss, dass es kaum Wärmeentwicklung gibt und das Tablet sehr ruhig bleibt.

 

Sony Vaio

Facts 

(Link zum YouTube-Video)

Insgesamt kann das Sony Vaio Tap 11 in der Größe und mit dieser Ausstattung durchaus überzeugen. Man hätte sich aber etwas mehr Leistung und Laufzeit gewünscht. Wer mit einem etwas kleineren Display leben kann, sollte sich das Core i3 Modell des Dell Venue 11 Pro anschauen. Kauft man sich dort aber eine Tastatur und einen Active Stylus dazu, kommt man auch locker über die 800€ Marke. Benötigt man nicht so viel Leistung, wäre das Dell Venue 11 Pro mit Intel Bay Trail Prozessor für 489€ wohl die beste Wahl. Wir werden das Sony Vaio Tap 11 auch noch testen. Aktuell warten wir, wie oben schon erwähnt, noch auf ein Testgerät.

Was sagt ihr zum Sony Vaio Tap 11?