Microsoft Surface Book im Teardown: Nur 1 von 10 Punkten erreicht

Peter Hryciuk 1

Das Microsoft Surface Book wurde im Teardown von iFixit in seine Einzelteile zerlegt und auf Reparierbarkeit untersucht. Das Ergebnis fällt dabei sogar noch schlechter aus als beim Surface Pro 4, welches vor wenigen Tagen zerlegt wurde. So hat das Surface Book nur einen von zehn Punkten erreicht und somit eine der schlechtesten Bewertungen erhalten. Das Tablet und das Tastatur-Dock sind im Grunde nicht zu reparieren. Selbst wenn man an die inneren Komponenten kommt, sind diese unnötigerweise durch das Mainboard oder weitere Teile verdeckt oder aber an sehr intensiv an das Gehäuse geklebt.

Microsoft Surface Book im Teardown: Nur 1 von 10 Punkten erreicht

Microsoft Surface Book im Teardown

Zerlegt wurde das Surface Book mit Intel Core i5 Skylake-Prozessor, 8 GB RAM, 128 GB internem Speicher und der dedizierten Nvidia-GPU im Tastatur-Dock. Es handelt sich um die günstigste Lösung, die mit der GPU im Dock verkauft wird. Zunächst hat man sich das Clipboard vorgenommen. Das Prozedere ist wie beim Surface Pro 4. Zunächst muss der Kleber mit Wärme aufgeweicht werden, damit das 13,5 Zoll große Panel entfernt werden kann. Das Panel ist mit zwei Kabeln am Mainboard verbunden. Die Länge reicht aus, um das Panel neben das Gehäuse zu legen, um die Kabel leicht auszustecken.

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Danach bekommt man einen Blick auf den inneren Aufbau des Surface Book, wobei im Grunde nicht viel zu sehen ist. Der Grund dafür ist, dass das Mainboard verkehrt herum montiert wurde und somit alles verdeckt ist. In dem Zustand bekommt man nur Zugriff auf den Lüfter.

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Das Mainboard zieht sich über eine große Fläche und ist an einigen Steller sehr fragil konstruiert. Man muss die einzelnen Komponenten Stück für Stück entfernen, damit das große Mainboard angehoben werden kann. Nur so bekommt man einen Blick auf die weiteren Komponenten.

Microsoft Surface Book im Teardown_04

Wenn man es geschafft hat das Mainboard des Surface Book zu entfernen, bekommt man auch Zugriff auf die SSD, die tatsächlich auswechselbar ist. Der RAM und die CPU sind hingegen verlötet.

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Der Akku besitzt eine Kapazität von 18 Wh und wirkt recht klein in dem großen Gehäuse. Die Laufzeit fällt entsprechend kurz aus. Durch den Einsatz von viel Kleber lässt sich der Akku nur schwer lösen.

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Selbst für Experten ist dieser Eingriff sehr umständlich. Mit dieser Konstruktion sind wohl keine Reparaturen des Clipboards geplant. Nun geht es weiter mit dem Tastatur-Dock.

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Nachdem die Gummileisten an der Unterseite entfernt wurden, unter denen eigentlich Schrauben vermutet wurden, war schnell klar, dass auch hier Kleber zum Einsatz kommt. Deswegen muss auch die Unterseite ordentlich erwärmt werden, damit die Metallplatte entfernt werden kann.

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Die größte Überraschung dabei ist, dass die Akkus komplett an der Metallplatte festgeklebt wurden und somit theoretisch einfach ausgewechselt werden könnten. Man hätte nur das Gehäuse verschrauben und nicht verkleben müssen. Die Akkus besitzen eine Kapazität von 51 Wh.

Microsoft Surface Book im Teardown_09

Ansonsten findet sich dort nur die Nvidia-GPU, die mit einem kleinen Lüfter ausgestattet ist und die weiteren Komponenten für die Tastatur und das Touchpad. Insgesamt wurden so nur 1 von 10 Punkten erreicht.

Was sagt ihr zum Aufbau des Microsoft Surface Book?

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