Microsoft soll Surface Pro 3 Stylus Hersteller N-trig gekauft haben

Peter Hryciuk

Microsoft soll laut einem Bericht den israelischen Digitizer-Hersteller des Surface Pro 3 N-trig für 200 Millionen Dollar gekauft haben. Mit dem neuen Surface Pro 3 hat Microsoft erstmals von Wacom zu N-trig gewechselt und damit neue Funktionen in den Stylus integriert. Die Übernahme des Unternehmens käme durchaus überraschend, könnte den Fokus aber auf die Entwicklung eines noch besseren Stylus und Digitizers für die kommenden Generationen lenken. Das Surface-Geschäft hat sich gut entwickelt und demnach wäre eine solche Investition durchaus vertretbar. Offiziell bestätigt wurde die Übernahme noch nicht von beiden Seiten.

Surface Pro 3 Stylus Hersteller N-trig gekauft

Mit dem Wechsel des Digitizers und Stylus im Surface Pro 3 hat N-trig zuletzt einen Großkunden gewonnen, der für den meisten Umsatz im Unternehmen gesorgt hat. Da ist es für Microsoft natürlich nicht unklug, dieses Unternehmen zu kaufen und sich so auch Zugang zu den Technologien zu verschaffen. Die aktuell ca. 190 Angestellten von N-trig sollen laut den Informationen in die Microsoft Niederlassung in Israel eingegliedert werden und natürlich weiterarbeiten. Die Entwicklung von neuen Lösungen für kommende Produkte dürfte nun hohe Priorität haben. Laut den letzten Äußerungen von Microsoft wird der Stylus des Surface Pro 3 besonders häufig genutzt. Er dürfte auch ein Kaufkriterium für dieses Tablet sein. Damit dürfte aber auch nun feststehen, dass auch im Surface Pro 4 und eventuell weiteren Tablets nur noch ein N-trig Stylus und Digitizer verbaut wird. Eine Rückkehr zu Wacom ist eigentlich ausgeschlossen.

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Die Übernahme von N-trig ist nicht nur wichtig für die Hardware-Entwicklung und Optimierung für das Surface Pro 3, sondern auch für das Betriebssystem. Microsoft hatte schon angedeutet, dass der Stylus immer wichtiger wird und die Bedienung in Windows 10 damit noch besser funktionieren soll. Die Lösungen, die Microsoft mit OneNote z.B. schon eingeführt hat, haben die Bedienung deutlich erleichtert. Eine umfangreiche Unterstützung im kompletten Betriebssystem wäre der nächste Schritt.

Es wird interessant sein zu sehen, ob Microsoft und N-trig die Übernahme bestätigen und was in Zukunft für Entwicklungen daraus entstehen. Microsoft könnte die eigenen Anforderungen an einen Stylus und Digitizer so noch besser umsetzen und einfach auch ein besseres Ergebnis erhalten, als bei einem normalen Zulieferer. Das Surface Pro 4 könnte davon definitiv profitieren.

Wie gefällt euch der Stylus des Surface Pro 3? Gibt es Verbesserungspotenzial?

Quelle: calcalist via theverge | reuters

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