Terrorgefahr im Flugverkehr: USA verbieten Laptops im Handgepäck [Update: Großbritannien zieht nach]

Philipp Gombert 4

Neues aus den USA: Reisende aus bestimmten Ländern dürfen deren Laptops derzeit nicht als Handgepäck im Flugzeug mitnehmen — Grund für das Verbot sei die Terrorgefahr. Zudem steht wohl ein neuer Reisebann bevor.

Terrorgefahr im Flugverkehr: USA verbieten Laptops im Handgepäck [Update: Großbritannien zieht nach]
Bildquelle: Flickr/Aero Icarus, CC BY-SA 2.0.
Update, 21. März 2017, 18:21 Uhr: Nach den USA hat nun auch Großbritannien ein Elektronik-Verbot im Kabinenraum von Flugzeugen bekannt gegeben, da Bomben in den Geräten versteckt sein könnten. Betroffen sind Reisende aus den gleichen Abflugländern wie schon bei dem Verbot durch die USA. Handys und Smartphones sind von der Regulierung befreit.

Für Reisende aus bestimmten Ländern könnte der Flug in die USA recht langwierig werden: Größere elektronische Geräte müssen im Gepäckraum der Maschine verstaut werden. Auf Arbeit und Entertainment an Laptop, Tablet oder Kamera muss man während des Fluges also verzichten. Dieses Verbot wurde von der Transport Security Administration (TSA) aufgrund der bestehenden Terrorgefahr beschlossen, so die New York Times.

Demnach handelt sich pro Tag um 50 Direktflüge in die USA von Flughäfen in Istanbul (Türkei), Kairo (Ägypten), Casablanca (Marokko), Amman (Jordanien), Jeddah und Riad (Saudi Arabien), Kuwait City (Kuwait), Doha (Katar) sowie Abu Dhabi und Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) — also keines der Länder, die vom Einreiseverbot (Executive Order 13769) betroffen sein sollten. US-Fluggesellschaften müssen sich nicht mit dem Verbot herumschlagen — hier sind die elektronischen Geräte weiterhin in der Kabine erlaubt. Das Department of Homeland Security soll in Kürze weitere Informationen zu der Einschränkung bekannt geben.

Huawei P10 im MWC-Hands-On.

Huawei P10 bei Amazon kaufen * Huawei P10 mit Vertrag bei DeinHandy.de *

Behörden wollen eure Passwörter

Erneut wurde ein Einreiseverbot von einem Gericht aufgehoben — Maßnahmen zu schärferen Kontrollen von Reisenden werden allerdings fortgeführt. Angeblich wollen die US-Behörden Reisende sogar dazu verpflichten, deren Social-Media-Passwörter preiszugeben — für viele Leute wäre das vermutlich Grund genug, nicht in die Vereinigten Staaten zu reisen.

Quelle: New York Times & BBC via Heise

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung