Apple kauft Spotsetter: Bessere Karten in iOS 9?

Thomas Konrad

Wenige Tage nach dem Kauf von Beats Electronics hat Apple offenbar ein weiteres Unternehmen übernommen: Spotsetter. Der Dienst, der bis vor kurzem als iOS-App erhältlich war, versieht Kartenmaterial mit personalisierten Empfehlungen.

Spotsetter ist eine „soziale Suchmaschine“, weiß Techcrunch. Das Magazin hat durch ungenannte Quellen von der Übernahme erfahren. Vor einer Woche verschwand die Applikation aus dem App Store, begleitet von einem Farewell-Posting der Entwickler. Man habe weiterhin große Träume für die personalisierte Suche nach Orten, schreiben sie auf ihrer Webseite.

Spotsetter sei für Apple vor allem aufgrund seiner Technologie und des Talents seiner Gründer, Stephen Tse und Johnny Lee, interessant, schreibt Techcrunch. Beide arbeiteten ehemals für Google.

Spotsetter-Funktion

Spotsetter zeigt dem Anwender an, welche Restaurants, Sehenswürdigkeiten, Parks etc. für ihn interessant sein könnten. Suchen kann man nach Orten, aber auch Kategorien oder Stichwörtern.

Die Applikation nutzt Informationen aus dem Twitter-, Facebook-, Instagram- und Forsquare-Profil des Anwenders, greift außerdem auf Erfahrungsberichte von Yelp und Co. zurück - ein Algorithmus, den sich die Entwickler patentieren lassen wollen.

Einem alten Blog-Eintrag zufolge hatten die Entwickler auch Pläne für eine mögliche iWatch: Empfehlungen für Orte seien auf einer solchen Plattform geradezu magisch.

In iOS 9 könnte Apple sein eigenes Kartenmaterial damit anreichern. Für eine Eingliederung in iOS 8 ist es vermutlich bereits zu spät; das System befindet sich bereits seit einiger Zeit in der Entwicklung, wird im Herbst vermutlich zusammen mit der neuen iPhone-Generation erscheinen.

Karten sind für Apple ein heikles Thema: Viel Kritik hagelte es für den Hersteller nach Einführung des eigenen Kartenmaterials in iOS 6 - es war schlichtweg zu fehlerhaft, vor allem zu Beginn. Scott Forstall, bis dato verantwortlich für iOS, musste das Unternehmen letztlich vielleicht auch deswegen verlassen.

Bilder: Spotsetter

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