Nach 20 Jahren Wartezeit: Fruity Loops für Mac ist da

Stefan Bubeck 3

Avicii (R.I.P.), Daft Punk, Martin Garrix, Soulja Boy, Deadmau5 – die Software Fruity Loops hat vielen Musikern geholfen Hits zu produzieren. Der Haken für Mac-User war bisher, dass FL Studio nur unter Windows lief.

Fruity Loops: FL STUDIO 20 Launch Video.

Image Line Software hat kürzlich FL Studio 20 veröffentlicht, rund 20 Jahre nach der ersten Version. Die Digital Audio Workstation (DAW) bietet eine Vielzahl neuer Funktionen, wobei der native Support für macOS für viele Fans eine der wichtigsten Neuerungen sein dürfte.

FL Studio: Der Ruf der einfachen Handhabung

Bis auch Apple-Nutzer mit FL Studio Musik am Mac produzieren konnten, war es ein langer Weg. Erstmals Dezember 1997 unter dem Namen „FruityLoops (1.0.0)“ veröffentlicht, entwickelte sich daraus schnell ein Geheimtipp für Beat-Bastler ohne tiefer gehende technische Kenntnisse, die mit Profi-Konkurrenzprodukten wie Cubase von Steinberg oder Pro Tools von Avid überfordert waren – es errang den Ruf des perfekten Einsteigerprogramms für Musikproduktion.

Das Problem: „Tausende von Menschen haben es benutzt, aber keiner hat dafür bezahlt“, erinnert sich Image-Line-Gründer Jean-Marie Cannie. Auch der 12-jährige DeAndre Way nutze im Jahr 2002 erstmals eine Demo-Version der Software, um nach der Schule damit Beats zu programmieren. Dabei entstand unter anderem das Instrumental zu „Crank That“. Der Junge von damals ist heute als Rapper namens „Soulja Boy“ international erfolgreich.

Der tragischerweise letzten Monat jung verstorbene Avicii (Tim Bergling) war ein Fan von FruityLoops, ein YouTube-Video dokumentiert das Ausnahmetalent bei seiner Arbeit:

FL Studio 20 kann auf der Herstellerwebseite heruntergeladen werden. Es ist in vier verschiedenen Versionen erhältlich, das Einsteigerpaket namens „Fruity“ kostet 89 Euro. Das „All Plugins Bundle“ kostet 826 Euro und richtet sich an Profis.

Quellen: FL Studio Herstellerwebseite, Noisey

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