Vorwürfe gegen Dr. Dre: Apple veröffentlicht Statement

Thomas Konrad 4

Straight Outta Compton, ein Film über Dr. Dres Rap-Gruppe N.W.A, spart Kritikern zufolge die kriminelle Vergangenheit des Rappers aus. Der entschuldigte sich öffentlich. Auch Apple steht hinter ihm.

Dre habe in den 90er Jahren mehrere Frauen angegriffen, auch seine damalige Freundin, die R&B-Sängerin Michel’le Toussaint. Diese Vergehen sind im Film Straight Outta Compton jedoch nicht zu finden. Der Streifen zeigt Aufstieg und Fall der Rap-Gruppe N.W.A.

In der „New York Times “ entschuldigte sich Dre für seine Taten: Er tue alles dafür, nie mehr der Mann zu werden, der er in seiner Jugend war. Damals, vor 25 Jahren, habe er zu viel getrunken und keine richtige Struktur in seinem Leben gehabt. Das sei jedoch keine Entschuldigung. 19 Jahre sei er nun verheiratet und arbeite jeden Tag daran, ein besserer Vater für die Familie zu sein. „Ich entschuldige mich bei den Frauen, die ich verletzt habe“, schreibt der Rapper. Seine Taten bereue er zutiefst.

Apple zeigte seine Unterstützung für den Beats-Gründer: “Dre hat sich entschuldigt und gesagt, er sei nicht mehr der gleiche wie vor 25 Jahren. Das nehmen wir ihm ab und haben — nach eineinhalb Jahren gemeinsamer Arbeit — allen Grund dazu, zu glauben, dass er sich geändert hat.“

Dr. Dre hat seine eigene Show auf Beats 1; The Pharmacy läuft alle zwei Wochen.

Apple hatte Beats im Mai 2014 für rund 3,2 Milliarden US-Dollar übernommen. Eigentlich fielen dabei gleich zwei Firmen an den Hersteller aus Cupertino: Der Kopfhörer-Hersteller Beats und das Unternehmen hinter Beats-Music, einem Musik-Streaming-Dienst. Letzterer soll am Ende den Ausschlag gegeben haben — die Kopfhörersparte gab es also als Zugabe.

Aus Beats Music wurde schließlich Apple Music. Den Musikdienst — ebenfalls auf Basis von Streaming-Abos — hat Apple auf der WWDC angekündigt. Eine zentrale Funktion: Beats 1 — ein beinahe weltweit empfangbarer Radiosender.

Dr. Dre ist Mitgründer von Beats, vertrieb die ersten Kopfhörer mit dem „b“ in Zusammenarbeit mit dem Hersteller Monster Cables. Später ging das Unternehmen dazu über, die Audio-Produkte selbst zu produzieren.

 

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