Kastellaun/Raketenbasis Pydna: Für Fans von elektronischer Musik ist das erste Augustwochenende schon lange im Voraus reserviert. Die Nature One gibt es mittlerweile seit stattlichen 20 Jahren. Und das, wo viele Musikkritiker dem „Techno“ längst den Tod bescheinigten. Unter dem diesjährigen Jubiläumsmotto „The Golden Twenty“ machten 72.000 Besucher drei Nächte zum Tage und bescherten dem Veranstalter einen neuen Besucherrekord. Über 300 Top-DJs und Live Acts aus mehr als 25 Ländern waren vor Ort und legten auf vier Headfloors und 19 Clubfloors auf.

Pydna ist eine einzigartige Location. Gelegen im Hunsrück, inmitten von Wald und Wiesen findet man die ehemalige NATO -Raketenstation. Hier wurden Mittelstreckenraketen gelagert, auch für den atomaren Einsatz, die auf Grund der jahrelangen Spannungen der Großmächte im Kalten Krieg auf Abruf bereit stehen sollten. Mit der Abrüstung wurden 1987 alle Raketen abgezogen und die Anlage geschlossen. Im Jahr 1996 zieht die damals noch kleine Nature One mit knapp 13.000 Besuchern für das einmal jährlich stattfindende Event ein. Und die Besucherzahl steigt stetig – bei jeder Wetterlage. Bereits beim 10. Jubliäum treten mehr als 300 DJs und Acts auf, viele davon kommen jedes Jahr wieder, einige sind seit der ersten Stunde dabei.

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Nature One Nachbericht: Donnerstag

Bereits am Donnerstag konnten die anreisenden Camper in Nähe des Festivalgeländes auf dem 100 Hektar großen Areal ihre Bleibe beziehen. Wer schon einmal die Nature One besucht hat, weiß, dass die Partys auf den Campingplätzen ebenso großartig sein können, wie später auch auf den zahlreichen Dance-Floors auf dem Festivalgelände selbst. Auch hier wummerten überall die Bässe und spontane Mini-Raves waren überall zu finden. Der Wettergott war dem Ganzen auch positiv gegenüber eingestellt: Mit Sonne und angenehmen Temperaturen ließ es sich während des gesamten Wochenendes beim ausgelassenen Tanzen gut aushalten.

Das musikalische Programm hielt in diesem Jahr viele Schmankerl bereit. Der neue „Golden Twenty Floor“ in Form einer großen Geburtstagstore mit Kerzen wurde ausschließlich von Künstlern bespielt, die bereits bei der Premiere der Natur One im Jahr 1995 auch schon dabei waren. Die drei anderen großen Headfloors „Open Air Floor“, „Century Circus“ und „House of House“ boten viele aktuelle DJ-Größen an den Decks. Dazu konnten die Raver auf 19 Clubfloors, verteilt über das gesamte Gelände und in den Bunkern, abtanzen.

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Text und Fotos: Julia Langmaack und Dominik Fiolka