Nature One Festival 2014: Bericht und Fotos: Freitag

Erst gegen Abend strömten die Festivalbesucher auf das Gelände. Die ersten Acts legten in den Clubs und auf den Floors auf. Mit viel Licht- und Lasershows, aber auch mit Pyrotechnik und Nebel wurde jede Bühne in Szene gesetzt. Eine atemberaubende Atmosphäre entstand. Alles schien in eine Traumwelt zu tauchen. Ekstatisch zuckende Körper und neonfarbene Outfits begegnen einem überall. Auf dem Open Air Floor tritt House-Größe „Axwell“ auf, bekannt ehemals aus der Swedish House Mafia. Gefolgt von „Markus Schulz“ und später „Deniz Koyu“, der eine große Karriere in den USA hingelegt hat, hierzulande aber (noch) nicht auf den Straßen erkannt wird.

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Parallel heizte Legende „Mark Oh“ auf dem Golden Twenty Floor ein, der bereits zum vierten Mal bei der Nature One dabei war. „Hardsequenzer“ oder „Tanith“ hielten die Stimmung weiter am Brodeln. In den großen Zelten sammelten sich derweil viele Musikbegeisterte um dem beliebten DJ „Sven Väth“ beizuwohnen und danach den erfolgreichsten Mann an den Turntables, „Carl Cox“, zu feiern. Dass House-Musik auch viele Anhänger hat, bewiesen „Nico Pusch“, „AKA AKA feat Thalstroem“ oder Chartstürmer „Alle Farben“. Bis in die frühen Morgenstunden konnte auf jedem Floor, zu jedem Elektro-Style getanzt werden.

Nature One Nachbericht: Samstag

Der letzte Festivaltag oder besser -abend stand ganz im Zeichen des 20. Nature One Geburtstags.

Mit „Brian Sanhaji“ oder „Felix Kröcher“ bot der Century Circus viel. Im House of House gestalteten „Peer Kusiv“, „Robin Schulz“ und nicht zu vergessen „Moonbootica“ das musikalische Programm. Derweil konnte der Open Air Floor mit „Beltek“ und später „Ferry Corsten“ auftrumpfen. Die Geburtstagsbühne beherbergte währenddessen „Jens Mahlstedt“ und darauf folgende „Hooligan“ sowie „Ravers Nature“.

Doch alles in dieser Nacht steuerte auf das geplante 1:00 Uhr-Jubliäums-Feuerwerk zu. Die Hügel unter denen sich die Bunker befanden, wurden schon früh von vielen Festivalbesuchern eingenommen. Überall waren kleine helle Lichter zu sehen, jeder fotografierte das wundervoll beleuchtete und inszenierte Gelände. Man nennt ihn auch den „DJ der Welt“: Paul van Dyk legte schon überall auf, an diesem Abend kam er auf die Open Air Bühne und wärmte das Publikum für den großen Geburtstagsmoment auf. Um 1.15 Uhr war es dann endlich soweit.

Auf dem gesamten Gelände der Raketenbasis waren Menschen versammelt, dich an dicht, auf allen Hügeln war kein Durchkommen mehr. Gespannt schauten alle in den Himmel und pünktlich wummerten die Beats der „Nature One Inc.“ auf dem Open Air Floor. Und plötzlich die erste Rakete. Hinter dem Festivalgelände, in Sicherheitsabstand zum Publikum, wurde wahrlich ein mega Feuerwerk abgebrannt. Raketen, Lichter, Heuler, alles schnellte in die Höhe. Fantastische Farben überall. Die Zuschauer waren gefesselt und man konnte eine richtige Wärme auf dem gesamten Platz spüren. Alle waren sich nahe, alle waren hier um ein tolles Wochenende zu erleben. Das Feuerwerk ließ alle nochmal richtig zusammenrücken.

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Nach dem Feuerwerk waren es die ganz bekannten DJs, die nun die großen Floors beherrschten. Schranz-König „Chris Liebing“ powerte im Century Circus, danach „Marco Bailey“. Die alten Hasen im Geschäft „Charly Lownoise & Mental Theo“ garantierten derweil auf dem Golden Twenty Floor Partystimmung, dicht gefolgt von DJ-Duo „Ilsa Gold“. Der Open Air Floor gehörte ganz dem charmanten DJ „ATB“ der bei seinem letzten Track einen sehr emotionalen Moment mit den Fans teilte. „Moguai“ übernahm und hielt ein berauschtes Publikum bei Sinnen. Auch in dieser Nacht sollte das feiern kein Ende finden. Bis 9.00 Uhr morgens wurde auf dem Open Air Floor noch aufgelegt. Wer danach erst ins Bett fiel, konnte auf Grund von verlängerten Campingzeiten noch in aller Ruhe ausschlafen und ausnüchtern und bis Montag Abend seine Heimreise antreten.

 

Nature One

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Laut I-Motion Geschäftsführer Oliver Vordemvenne lief es im Hintergrund und bei der Organisation der Nature One reibungslos. Keiner der vielen DJs hatte abgesagt und die erwarteten Gewitter blieben glücklicherweise aus. Die jetzige Größe der Nature One wäre perfekt, teilten die Pressesprecher mit, es gibt keine Pläne zur Erweiterung. Das Festival solle nicht mehr größer und größer werden, sondern nur noch schöner. Davon überzeugen können wir uns dann im nächsten Jahr.

Infos zur Nature One, mehr Impressionen und wann er Kartenvorverkauf für 2015 beginnt, erfahrt ihr unter: Nature-One.de

Text und Fotos: Julia Langmaack und Dominik Fiolka

Jonas Wekenborg
Jonas Wekenborg, GIGA-Experte.

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