Phil Collins gehört zu den erfolgreichsten Interpreten, die die Musikgeschichte je gesehen hat. Als Mitglied der Band „Genesis“ und auf Solopfaden gelang es ihm, weltweit über 250 Millionen Tonträger zu verkaufen. Immer wieder tauchen dabei Gerüchte auf, nach denen Phil Collins tot sei.

 
Phil Collins
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Besonders in Zeiten sozialer Medien verbreiten sich Gerüchte über einen angeblichen Tod prominenter Personen häufig wie ein Lauffeuer,  ohne dabei die Quellen zu überprüfen. Neben Bill Murray, Leonardo diCaprio oder auch Charlie Sheen ist auch Phil Collins häufig Opfer solcher Gerüchte.

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“Phil Collins tot“: Meldung bei Facebook ist ein Hoax

Dabei steht auch im April 2016 fest: Phil Collins ist nicht tot, sondern quicklebendig. Erst im Januar feierte der Brite seinen 65. Geburtstag. Zudem kündigte Collins nach einer mehrjährigen Auszeit ein Comeback mit einem neuen Album und einer Tour an.

Hinter den Gerüchten über den angeblichen Tod von Phil Collins stecken häufig Cyber-Betrüger. Vermeintliche News-Meldungen werden als Status bei Facebook, Twitter und Co. gestreut. Klickt der interessierte Nutzer auf solch eine Nachricht, um näheres über die angebliche Sensations-Meldung zu erfahren, finden sich diverse Fallen auf dem Bildschirm vor.

  • Mit Hilfe dieser Fake-Nachrichten wollen z. B. Satire-Seiten lediglich etwas Aufmerksamkeit für sich gewinnen und Werbeumsätze steigern.
  • Im Screenshot unten ist ein Beispiel für solch eine Fake-Todesnachricht, bei der Phil Collins angeblich bei einem Autounfall gestorben sei.
  • Oft wird das Datum im Artikel automatisch aktualisiert. So möchte man vorgeben, dass es sich um eine aktuelle Nachricht handelt.
  • In schlimmeren Fällen verbergen sich hinter den angeblichen Todes-Nachrichten Abo- oder Virenfallen.

  • Nutzer werden dann aufgefordert, zunächst an einem Gewinnspiel teilzunehmen oder eine angeblich kostenlose App herunterzuladen, um anschließend die Meldung einsehen zu können.
  • Einen Zugriff auf die Nachricht gibt es dann allerdings nicht.
  • Im „Kleingedruckten“ versteckt sich vielmehr eine Angabe, nach welcher man in eine teure Abofalle tappt, wenn man sich bei dem angeblichen Gewinnspiel anmeldet bzw. die App herunterlädt.
  • Wird keine Abofalle untergejubelt, tappt man in die Fänge von Datensammlern, die eine angegebene E-Mail-Adresse für Spam verwenden.
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Eine angebliche Todesmeldung.

Phil Collins tot nach Autounfall? Alles Quatsch

Besonders bei sozialen Netzwerken wie Facebook verbreiten sich Nachrichten über einen angeblichen Tod von Phil Collins, Michael Schumacher oder anderen Prominenten, über die nicht mehr täglich berichtet wird, rasend schnell. Die User vertrauen der Meldung dabei zu voreilig, ohne dabei die Quelle unter die Lupe zu nehmen. Mit einem Mausklick ist die Status-Meldung geteilt, so dass der Kreis der potentiellen Leser rasch erweitert wird. Wurde eine solche Fake-Nachricht bei Facebook gestreut, wird diese auch über Monate  und Jahre hinweg noch eifrig geteilt bzw. nach einer Zeit der Ruhe von einem übermotivierten Nutzer wieder hochgeholt.

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Befeuert wurde das Gerücht, nach welchem Phil Collins tot sein soll, Ende 2015, als sein Name unter den Twitter-Trends auftauchte. Häufig wird vermehrt über eine Person gesprochen, wenn diese gestorben ist, woraus sich ein Trending-Topic zu der Person ergibt. Im Falle von Phil Collins war der Trend allerdings nicht auf seinen Tod zurückzuführen. Vielmehr kündigte der Musiker Ende Oktober nach einer fünfjährigen Pause sein Comeback an.

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Generell gilt es, vor allem bei Facebook, aber auch an anderen Stellen im Netz immer einen doppelten Blick auf die Quelle einer Nachricht zu werfen sowie „Kleingedrucktes“ und Nutzungsbedingungen bei Anmeldungen zu verschiedenen Diensten oder Gewinnspielen genau anzusehen.

Bildquelle: Yuri Turkov / Shutterstock.com, Featureflash Photo Agency / Shutterstock.com