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    Radiohead

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    Als Schülerband fanden sich Radiohead in Oxford zusammen. Und auch 25 Jahre später hat sich die Besetzung nicht geändert, nur dass Thom Yorke und Co. nun zu den größten Bands des Planeten gehören.

    1986 standen die fünf Jungs zum ersten Mal auf der Bühne, in der Jericho Tavern in Oxford, damals noch unter dem Namen „On a Friday“ (da die Band an einem Freitag probte). Erst nach dem Vertrag mit der EMI 1991 und der ersten EP, die im Mai 1992 erschien, wurde die Umbenennung in Radiohead vollzogen. Ihr Über-Hit „Creep“ wurde dem Debüt-Album vorausgeschickt und hielt sich lange in den Charts verschiedener Länder. „Pablo Honey“ von 1993 errang einen Achtungserfolg mit einem Platz 22 in den UK-Albumcharts.

    Mit dem zweiten Album The Bends stieß Produzent Nigel Godrich quasi als „sechstes Bandmitglied“ zu Radiohead – einer der entscheidenden Wendepunkte ihrer Geschichte. „OK Computer“, das 1997 herauskam, gilt als Meilenstein. Hier gingen die Oxforder weit über den Britpop der frühen Jahre hinaus, nahmen Artrockige, elektronische und experimentelle Elemente auf, Songs spannten sich über mehrere Minuten und erinnerten mehr und mehr an Pink Floyd. Das siebenminütige „Paranoid Android“ gehört sicher zu den einflussreichsten Songs der 90er Jahre.

    Im folgenden wechselten sich Welt-Tourneen und neue Alben ab, „Kid A“ erschien 2000 und erreichte auch ohne Singles den Spitzenplatz in den US-Charts. Aus denselben Aufnahmesessions stammt „Amnesiac“ (2001), und mit „Hail to the Thief“ lief 2003 der Vertrag mit EMI aus.

    So konnten Radiohead mit „In Rainbows“ 2006 ein großes Experiment wagen: Ihr siebtes Album ließ sich gegen eine Spende in beliebiger Höhe von ihrer Homepage herunterladen. Ein vielzitiertes Pay-what-you-want-Modell, das  seitdem immer als Beispiel neuer Vertriebs- und Vergütungswege angeführt wird. Ohne Umweg über eine Plattenfirma oder einen Online-Shop geht das Geld direkt an die Künstler.

    Auf „The King of Limbs“ (2011), das wieder herkömmlich verkauft wurde, folgten eine Reihe von Remix-Maxis, die Ende 2011 auch gesammelt als TKOL RMXs erschienen.

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