Die besten Alben 2013: 10 Platten mit Musik, die bleiben wird

Peer Göbel 26

Das Musikjahr neigt sich dem Ende zu - was bleibt von 2013? Eine Liste der „10 besten Alben“ ist schlichtweg unmöglich, und die folgenden Alben sind nicht unbedingt für Leute, die beispielsweise ausschließlich Hiphop, ausschließlich Metal oder ausschließlich Elektro hören, denn die haben sowieso ihre eigenen Meilensteine notiert. Die Liste versucht einen Querschnitt zu machen von guten Alben 2013, die was sind für Menschen, die Musik mögen. Und etwas zu orakeln, an welche Alben man sich in den kommenden Jahren auch noch erinnern wird, weil sie neu oder besonders waren. Weitere Meinungen und Empfehlungen in den Kommentaren willkommen!

Die besten Alben 2013: 10 Platten mit Musik, die bleiben wird

Die besten Alben 2013 - Musik, die bleibt

10. Atoms for Peace: AMOK

Atoms for Peace - Before Your Very Eyes from LEGS MEDIA on Vimeo.

Das lang erwartete Album der „Supergroup“ mit Radiohead-Sänger Thom Yorke und RHCP-Bassisten Flea fiel doch etwas sperriger und experimenteller aus.

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9. Black Sabbath: 13

Zum ersten Mal seit 35 Jahren stand Ozzy Osbourne wieder mit Tony Iommi und Co. im Studio. Unter der Ägide von Black-Sabbath-Fan Rick Rubin entstand ein Oldschool-Album von den Heavy-Metal-Erfindern, aus dem die Generationen von Metal-Spielarten herauszuhören sind, die aus dieser Band entstanden.

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8. Kanye West: Yeezus

Kim Kardashian „BOUND 2“ Kanye West @ Full Uncensored Version - WATCH!!! from ForFashionTV on Vimeo.

Wenn 2012 das Jahr war, in dem Hip-Hop international den Mainstream übernahm und in Deutschland zur bestimmenden Jugendkultur wurde, ist 2013 das Jahr der Legendenverwaltung. Ob man wirklich sagen wird, hey, da ist Eminem wiedergekommen, oder hey, Jay-Z hat die Magna Carta umgeschrieben, oder hey, Kanye West war Jesus, keine Ahnung. Mit einer Armada von Kollaborateuren wie Daft Punk, Frank Ocean, Kid Cudi, King L, Rick Rubin oder RZA erweitert Kanye West jedenfalls die Grenzen dessen, was man bislang Hip-Hop nannte, mit absolutem Pop-Gespür und genug Größenwahn, um den Mainstream abzuschrecken.

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7. Haim: Days are Gone

Haim sind sicher nicht die avanciertesten Newcomer, die 2013 breakten, verkörpern aber dieses Anything-Goes dieser Zeit und klingen frisch. Drei Schwestern aus L.A., selbstgemachter Superpop, der durch die Genres springt, hybride Hits.

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6. Aloe Blacc: Lift Your Spirit

Wo in Zeiten von Voice of Germany plötzlich alle Leute Soul-Gesang für die höchste Kunstform der Popmusik halten, liefert Aloe Blacc 2013 das Meisterstück dazu ab. Nach dem Nr.1-Hit „Wake Me Up“, den er zusammen mit Avicii produzierte und besang, präsentiert der Kalifornier mit seinem dritten Album eine zeitgemäße Melange aus klassischem Soul, Funk und Elektronik, die andere Soul-Produktionen hinter sich lässt, dank mehr Seele.

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5. Lorde: Pure Heroine

Zum Release ihrer beiden EPs und des Debüt-Albums in diesem Jahr war Lorde gerade mal 16 Jahre alt. Die neuseeländische Singer/Songwriterin landete mit „Royals“ einen veritablen Hit (35 Millionen Views auf Youtube), der sowohl die USA wie UK eroberte, und wenn man sich später mal fragt, was 2013 so los war - taucht vielleicht auch das Debüt einer neuen DIY-Pop-Königin auf, einem der „einflussreichsten Teens“ (laut Time-Magazine) unserer Zeit.

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4. Arcade Fire: Reflektor

Wie Arcade Fire als Artrock-Folk-Kollektiv das 21. Jahrhundert erobern konnte, bleibt ähnlich rätselhaft wie der Disco-Umschwung, den die Kanadier mit „Reflektor“ vornehmen. Hinter der Fassade des 85-minütigen Doppelalbums verbergen sich aber wieder einige Indie-Hits mit Gitarren, die das Kunststück schaffen, sowohl die alten Fans als auch die Erwartungen der Massen zu erfüllen.

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3. Jake Bugg: s/t


Mit einem Paukenschlag erschien das Debüt-Album des 18-jährigen Briten im Januar 2013 auch auf dem Kontinent, nachdem schon die UK-Charts erobert waren. Und der Mann gab nicht nur seinen unglaublich guten Songs das Gefühl von Instant Classics der 60er/70er mit, sondern legte auch im Beatles-Tempo ein zweites Album im selben Jahr nach. „Shangri La“ wurde von Altmeister Rick Rubin (Johnny Cash, RHCP, Beastie Boys…) produziert, verfranst sich aber etwas. Daher wird eher das selbstbetitelte Debüt bleiben.

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2. Daft Punk: Random Access Memories


Neben dem Überhit „Get Lucky“ enthielt das neue Studiowerk der Franzosen noch eine Reihe von starken Tracks - vielfältiger und mit mehr Live-Feel, als man es zuletzt beim Tron: Legacy-Soundtrack gewöhnt war. Fans mussten acht Jahre auf den Nachfolger von „Human After All“ warten, das Warten hat sich gelohnt.

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1. Woodkid: The Golden Age

Woodkid „Run Boy Run“ from WOODKID on Vimeo.

Kaum zu glauben, dass im März 2013 erst das Debüt-Album von Woodkid erschien. Der Franzose schien schon so lange im Gespräch zu sein, für seine traumhafte Vertonung des Assassins-Creed-Trailers, für die unglaublichen Videos, für Live-Auftritte, für seine eigene orchestrale Umsetzung von elektronisch geschulter Musik. „The Golden Age“ liefert mit Streichern, Pauken und Trompeten den epischen Soundtrack zu unseren Tagen und Nächten, zu Filmen der Gegenwart, die noch produziert werden müssen.

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So weit ein Rundumschlag mit Alben, die von 2013 bleiben. Welche Musik nehmt ihr mit, die auch noch nächstes Jahr bei euch laufen wird?

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