Der Kryptobank Nuri ist das Geld ausgegangen. Nachdem das Berliner Bitcoin-Fintech jetzt Insolvenz angemeldet hat, fragen sich die rund 500.000 Kunden, wie es mit ihrem Guthaben weitergeht. Wir haben die wichtigsten Infos zusammengestellt.

 
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Nuri ist insolvent: Was passiert jetzt?

Nuris Zusammenarbeit mit dem ebenfalls insolventen Celsius Network aus den USA ist der Berliner Kryptobank zum Verhängnis geworden. Neue Investoren konnten trotz Bemühungen nicht gefunden werden. Jetzt hat Nuri selbst Insolvenz angemeldet. Das Guthaben der etwa 500.000 Kunden ist laut Unternehmensaussagen wegen des Insolvenzverfahrens aber nicht in Gefahr. Bei Bitcoin-Ertragskonten sieht das hingegen anders aus.

Nuri verspricht, dass es anders als bei Celsius weiter einen „garantierten Zugang“ zu Einlagen gibt und Kunden diese auf Wunsch „jederzeit in vollem Umfang“ abheben können. Celsius hingegen hatte einen Abhebestopp eingeführt.

Die Kryptobank erläutert zudem, dass die Produkte und Dienstleistungen „bis auf Weiteres“ fortgeführt werden. Die Nuri-Debitkarte lässt sich also weiterhin nutzen, Überweisungen innerhalb des SEPA-Raums lassen sich tätigen und auch der Zugriff auf das Konto bei der Solarisbank ist weiter möglich. Da Nuri selbst nicht über eine Banklizenz verfügt, arbeitet das Unternehmen seit 2018 mit der Solarisbank zusammen.

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Nuri: Bitcoin-Ertragskonten ohne Auszahlung

Wegen des Zusammenbruchs von Celsius haben auch Kunden von Nuri derzeit keine Möglichkeit, ihre Coins von den Bitcoin-Ertragskonten abzuheben. Die Auszahlfunktion ist laut Nuri „inaktiv“. Das widerspricht früheren Angaben auf der Nuri-Webseite, nach denen Auszahlungen von Bitcoin-Ertragskonten jederzeit möglich seien. Vieles spricht dafür, dass es dabei auf einen Rechtsstreit hinauslaufen könnte.

Wie es mit Nuri nach dem Insolvenzverfahren weitergeht, ist völlig offen. Möglich ist eine Übernahme des Geschäfts oder einiger Teile davon durch ein anderes Fintech oder eine Bank. Nuri-Chefin Kristina Walcker-Mayer erhofft sich ein „langfristig tragfähiges Sanierungskonzept“ (Quelle: Handelsblatt).