5G steckt bei uns zwar noch in den Kinderschuhen, Samsung hat sich aber dennoch jetzt schon Gedanken zum Nachfolger des schnellen Mobilfunknetzes gemacht. 6G wird laut dem Unternehmen zwar unglaublich schnell, hat jedoch mit einigen Nachteilen zu kämpfen. 

 

5G: Wo gibt es den LTE-Nachfolger? Und wie schnell ist er?

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Neues 6G-Netz: Samsung verspricht Geschwindigkeiten von bis zu 1.000 GBit/s

Während in Deutschland die Mobilfunkbetreiber so langsam damit anfangen, das 5G-Netz auszubauen, denkt Samsung schon einen Schritt weiter. Wie PCGamesHardware berichtet, hat das südkoreanische Unternehmen bereits eine Vision für den Nachfolger 6G. In einem Dokument namens „The Next Hyper-Connected Experience for All“ wird beschrieben, was in der Theorie mit dem kommenden Mobilfunkstandard möglich sein soll.

Demnach soll die Geschwindigkeit des 6G-Netzes unfassbar hoch sein. Samsung geht davon aus, dass man mit der Technik Übertragungsraten von unglaublichen 1.000 GBit/s erreichen kann. Diese Geschwindigkeiten könnten dann jedoch nur im Terahertz-Frequenzbereich erreicht werden. Jedem Anwender sollen auf diese Weise maximal 1 GBit/s zur Verfügung gestellt werden können.

Von wegen 6G! Bei uns steckt selbst 5G noch in den Kinderschuhen:

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6G soll 2028 starten: Neues Netz hat ein großes Problem

Auch einen ungefähren Zeitpunkt für den Startschuss des 5G-Nachfolgers nennt Samsung schon. So geht das Unternehmen davon aus, dass man die ersten 6G-Netze bereits 2028 in Betrieb nehmen wird. Doch wozu braucht man solche Geschwindigkeiten überhaupt? Reicht 5G für die meisten Anwendungsfälle nicht vollkommen aus? Samsung sieht im 6G-Netz vor allem Potenzial für immersive XR-Anwendungen. Dabei handelt es sich um eine Kombination aus AR, VR und MR. Für ein entsprechendes Videosignal in 16K wird etwa eine Datenrate von 0,9 GBit/s benötigt. Im Alltag würde der Geschwindigkeitszuwachs für Privatanwender aktuell hingegen wahrscheinlich keinen großen Mehrwert bieten.

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Was noch hinzukommt: Das 6G-Netz wird voraussichtlich zwar in der Lage sein, die Frequenzbereiche von 4G und 5G nutzen zu können, zusätzlich aber auch Frequenzbänder bis zu 3.000 GHz benötigen. Dafür werden neue Antennen gebraucht. Ein schlichtes Upgrade der alten Modelle scheint nicht zu reichen, da sonst äußere Umstände wie Regen einen negativen Einfluss auf die Verbindungsqualität haben könnten.

Bislang ist das jedoch alles noch ferne Zukunftsmusik. Bis zum Startschuss von 6G sollen ja noch einige Jahre vergehen – und bis die deutschen Mobilfunk-Provider dann auf den 6G-Zug aufspringen, dürfte noch einige Zeit mehr ins Land gehen. 4G und 5G werden uns in Deutschland also voraussichtlich noch sehr lange erhalten bleiben.