Verbraucher in Deutschland sehen sich steigenden Energiekosten gegenüber. Gerade kurz vor Beginn der Heizperiode sind die Sorgen groß, Strom- und vor allem Gasrechnungen kaum noch stemmen zu können. Die Situation nutzen Energieversorger und Betrüger aus, um ahnungslosen Kunden überteuerte Verträge anzudrehen. Die Zahl dieser Fälle hat stark zugenommen.

Achtung am Telefon: Strom- und Gasverträge werden häufiger untergeschoben

Hohe Kosten und für Strom und Gas belasten viele Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland, in den kommenden Wochen dürfte es noch schlimmer werden. Die Situation bringt Unsicherheit und Sorgen mit sich, die Betrüger und teilweise auch die Energieversorger ausnutzen.

Immer häufiger sollen sich aktuell Kriminelle am Telefon als Angestellte von Energieunternehmen ausgeben, berichtet Report Mainz (Quelle: SWR via Tagesschau). Laut Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) habe sich die Zahl der Beschwerden wegen untergeschobener Verträge in diesem Jahr fast verdreifacht. Die Dunkelziffer dürfte größer sein, längst nicht jeder Betroffene wendet sich an die Verbraucherschützer.

Auch bei der Bundesnetzagentur seien nach den „jüngst stark gestiegenen Energiepreisen“ überproportional mehr Beschwerden eingegangen, so die Behörde. Es soll sich um rund 10.000 Fälle handeln, bei denen es um „unerlaubte Werbeanrufe zu Energieversorgungsprodukten“ geht, so die Tagesschau.

Nicht nur am Telefon, auch an der Haustür solltet ihr vorsichtig sein:

Die Masche ist dabei oft ähnlich: Am Telefon meldet sich ein vermeintlicher Angestellter eines Energieversorgers, der einen günstigeren Vertrag anbietet. Nicht selten haben Betroffene in diesem Moment schon verloren. Denn selbst wenn man am Telefon ausdrücklich keinen neuen Vertrag will, flattert in einigen Fällen nur Wochen darauf die Kündigung des alten Vertrages ins Haus. Der gleichzeitig neu Abgeschlossene entpuppt sich hingegen als deutlich teurer.

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Fragwürdige Konzerne sollen Unterschriften für Verträge fälschen

Nicht immer sind dabei Betrüger unterwegs, manchmal stecken die Energieversorger selbst hinter Anrufen und untergeschobenen Verträgen, wie ein ehemaliger Angestellter aus der Energiebranche berichtet. Eigentlich können seit 2021 Verträge am Telefon nicht ohne schriftliche Bestätigung zustande kommen. Daran halten sich offenbar aber nicht alle Unternehmen. Teilweise werden laut Tagesschau schlicht Unterschriften gefälscht.

Die Verbraucherschützer fordern ein härteres Vorgehen der Bundesnetzagentur und höhere Strafen für kriminelle Machenschaften der Unternehmen. Verbraucher haben es sonst oft schwer, sich gegen die Konzerne zur Wehr zu setzen.