Nvidia neue Grafikkarten werden noch teurer. Der Hersteller selbst hat dafür laut eigenen Angaben gute Gründe. Unterm Strich

 

Nvidia GeForce RTX 3080

Facts 

Nvidia sorgt immer wieder für Kontroversen. Mit den Engpässen zur neuen 3000er-Reihe und dem daraus resultierenden Scalper-Wahnsinn hat sich der Grafikkartenhersteller nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Erst vor Kurzem sorgte Nvidia wieder für Schlagzeilen, als die neue Strategie des Unternehmens bekannt wurde: die Wiederbelebung alter Grafikkarten. Jetzt überrascht die GPU-Schmiede erneut – die 3000er-Reihe wird trotz des immer noch vorherrschenden Engpasses teurer.

So sieht die neuste Grafikkarte der 3000er-Reihe aus:

Nvidia GeForce RTX 3060 – offizieller Trailer zur neuen Mittelklasse-Grafikkarte
Apropos teuer – diese Grafikkarten sind ihr Geld wert: Gaming-Grafikkarten: Die besten GPUs von Nvidia und AMD

Nvidia dreht an der Preisschraube: Bis zu 50 Euro mehr für eine RTX-Grafikkarte

Um bis zu 5 Prozent sind die Grafikkartenpreise der 3000er-Reihe gestiegen. Die 3090 erhält mit 50 Euro den höchsten Preisaufschlag. Alle anderen Modelle sind jetzt 20 Euro teurer. Hier seht ihr die alten und neuen Preise der einzelnen Modelle im Detail:

Diese Preiserhöhung betrifft vorerst nur die unverbindliche Preisempfehlung (UVP) im Onlineshop von Nvidia und muss nicht zwangsläufig für andere Anbieter gelten.

Nvidia verteidigt Preiserhöhung: Steuern verteuern RTX 3080 und Co.

Der Grund der Preiserhöhung: Die Mehrwertsteuer wurde zum Jahreswechsel wieder von 16 Prozent auf 19 Prozent angehoben. Die Differenz beträgt allerdings nur 3 Prozent – hat Nvidia da etwa ein wenig geschummelt? Ein bisschen. Zur Verteidigung des Unternehmens muss man allerdings festhalten, dass die Preise bei einer Anhebung um 3 Prozent nicht mehr so „hübsch“ aussehen würden. Die 3090 würde beispielsweise auf einmal 1543,97 € kosten.

Da die Preisgestaltung auch ein wichtiger Bestandteil des Marketings ist, kann Nvidia diese kleine Mogelei verziehen werden. Und Hand aufs Herz: Schmerzen in dieser Preisklasse wirklich 20 bis 50 Euro mehr für eine High-End-Grafikkarte? Das wird sich wohl an den Verkaufszahlen zeigen. Der Lieferengpass für die neuen Grafikkarten soll sich allerdings erst im Frühjahr 2021 lösen lassen.