Amazon wird im September einen kräftigen Preisaufschlag von Prime-Abonnenten verlangen. Die zusätzlichen Kosten stellen viele Kunden vor die Wahl: bleiben oder kündigen? Dabei kommt es ganz darauf an, wofür ihr euer Prime-Abo eigentlich braucht.

 
Amazon Prime
Facts 

Für Prime-Kunden wird der nächste Blick aufs Konto wenig Spaß machen: Statt wie bisher 7,99 Euro verlangt der US-Konzern künftig 8,99 Euro pro Monat. Der Jahrespreis steigt sogar noch heftiger von 69 auf 89,90 Euro. Von dem vorgeblichen Grund mag man halten, was man will. Fest steht aber schon jetzt, dass die heftige Preisexplosion viele Kunden ins Grübeln bringen wird: Braucht man dieses Abo wirklich?

Neue Preise bei Amazon Prime: Für wen es sich bald noch lohnt

Wer für sich die Antwort finden will, kommt an einer genauen Selbstanalyse nicht vorbei: Schaut ihr die Serien und Filme von Prime Video regelmäßig? Gibt es unverzichtbare Inhalte, die bei der Streaming-Konkurrenz nicht laufen? Wenn ihr das mit „Nein“ beantwortet, bleibt eigentlich nur noch eine Frage offen: Wie oft bestellt ihr eigentlich bei Amazon?

Denn ursprünglich ging es bei Prime ja gar nicht ums Streaming. Zu Beginn stand die kostenlose Lieferung im Mittelpunkt. Wenn ihr bei Amazon nichts anschaut, heißt es also: Zurück zu den Wurzeln! Wir haben einmal nachgerechnet:

  • Der Standardpreis für Amazon-Lieferungen aller Art beträgt 3,99 Euro pro Bestellung nach Hause. 2,99 Euro zahlt ihr bei Lieferung an eine Abholstation.
  • Medienprodukte (zum Beispiel Videospiele), Artikel von Amazons Eigenmarke sowie Kleidung gibt es für 2,99 oder 1,99 Euro.
  • Die Preise gelten nur für Lieferungen unter einem Warenwert von 29 Euro, darüber entfallen die Versandkosten.

Davon ausgehend, dass ihr Standard-Produkte bestellt, die direkt über Amazon vertrieben werden und zusammen unter 29 Euro kosten, müsst ihr aufs Jahr gerechnet einige Bestellungen machen, damit sich das Prime-Abo für euch lohnt. Das 23. Paket überschreitet nämlich erst die Kosten, die ihr beim Abo habt und kommt auf 91,77 Euro Versandkosten insgesamt bei 3,99 Euro pro Sendung.

Es gibt allerdings jede Menge Alternativen, um dieses Geld nicht ausgeben zu müssen – auch ohne Prime-Mitgliedschaft. Ihr könnt schlicht auf Amazon verzichten und lokal einkaufen. Wer weiter bei Amazon bestellen will, kann einfach einige Artikel sammeln und erst bestellen, wenn ihr mehr als 29 Euro Warenwert zusammenkriegt. Zudem gibt es einige Produkte, auf die Amazon keine Versandkosten erhebt. Ihr könnt euch auch auf diese beschränken.

Unsicher, ob Amazon Prime Video die richtige Streaming-Wahl ist? Unser Vergleich hilft:

Der große Streaming-Vergleich Abonniere uns
auf YouTube

Prime Video wird zum echten Streaming-Dienst

Fazit: Wenn ihr Prime Video nicht nutzen wollt, ist Amazon Prime für euch in Zukunft praktisch tabu. Potenzielle Kunden müssen eines der Zusatzangebote, die in Prime inbegriffen sind nutzen, damit sich das Abo lohnt. Nur die Ersparnis der Versandkosten ist kein Kaufargument mehr. Faustregel: Wenn ihr seltener als zwei Mal im Monat bei Amazon bestellt, braucht ihr kein Prime.