AMD bezieht Stellung: So schätzt man den aktuellen Konkurrenzkampf mit Intel ein

Robert Kohlick

Obwohl AMD in den letzten Monaten diverse Erfolge verbuchen konnte, stellt sich der Chiphersteller weiterhin auf einen harten Konkurrenzkampf mit Intel ein. In einem Quartalsbericht erklärt das Unternehmen, in welchen Bereichen man sich vor dem Erzrivalen besonders in Acht nehmen sollte. 

AMD vs. Intel: Die Konkurrenz bleibt weiterhin stark

In einem Quartalsbericht, den AMD der Börsenaufsichtsbehörde SEC hat zukommen lassen, geht der Chiphersteller auf mögliche Unternehmensrisiken ein. Wenig verwunderlich taucht in diesem Zusammenhang auch Erzrivale Intel auf. Das Unternehmen wird als starker Konkurrent wahrgenommen – vor allem auf Grund von deutlich umfangreicheren finanziellen Mitteln.

So geht AMD davon aus, dass Intel seinen monetären Mittel dafür nutzen wird, um vorrangig in die Bereiche Marketing, sowie Forschung und Entwicklung zu investieren. Weiteres Geld  werde laut des Chipherstellers von der Konkurrenz dazu genutzt, um Exklusivverträge mit bekannten OEM-Herstellern zu schließen, sowie die eigenen Prozessoren im Notfall vergünstigen zu können, um AMDs Marktanteil weiterhin niedrig zu halten. Eine Strategie, die bereits jetzt angewendet wird.

Schnell und Einfach: AMD oder Intel?

Umsatzrückgang bei AMD? Unternehmen bleibt vorsichtig

Da Intel eine derart dominante Position im Mikroprozessoren-Markt hat, könnte das Unternehmen laut AMD jederzeit neue Quasi-Standards schaffen. Im Quartalsbericht wirft AMD auch einen Blick auf Intels bevorstehenden Wiedereinstieg in das Grafikkartengeschäft. Da Intel bereits zahlreiche Verträge mit OEM-Herstellern innehat, könnte der Konkurrent diese bestehenden Beziehungen nutzen, um seine neuen Grafikkarten besser abzuverkaufen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, dass der Rivale Marktbegleiter wie Nvidia vorab mit nützlichen Informationen versorgt, die zu einem Wettbewerbsnachteil für AMD führen könnten.

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Würden sich diese Risiken bewahrheiten, würde sich das laut AMD negativ auf den Umsatz des eigenen Unternehmens auswirken. Sowohl Verkaufszahlen, als auch der durchschnittliche Verkaufspreis würden höchstwahrscheinlich absinken.

Über niedrige Verkaufszahlen sollte sich AMD aktuell nicht beklagen können, wie unsere Top 10 zeigt: 

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Was sagt ihr dazu? Haltet ihr AMDs Risikoeinschätzung für realistisch? Oder sollte sich das Unternehmen mehr auf das gute Preis-Leistungs-Verhältnis der aktuellen Produktpalette verlassen? Wird AMD in Zukunft den Marktanteil im PC-Bereich weiter ausbauen können? Schreibt uns eure Meinung in die Kommentare.

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