Apple besorgt: Diese Produkte könnten teurer werden

Holger Eilhard

Seit vielen Monaten streiten sich die Regierungen der USA und China. Der Handelskrieg zwischen den beiden Staaten droht nun auch Apples Kernprodukte zu betreffen, was nun zu weiteren Maßnahmen des iPhone-Herstellers führte.

Apple besorgt: Diese Produkte könnten teurer werden
Bildquelle: White House/Flickr.

Apple-Produkte: Strafzölle in Höhe von 25 Prozent erwartet

Nachdem viele von Apples Produkten bislang den hohen Strafzöllen entrinnen konnten, befürchtet das Unternehmen aus Kalifornien nun, dass unter anderem auch iPhone, iPad, Mac, AirPods und Apple TV von den aktuell diskutierten Strafzöllen in Höhe von 25 Prozent in naher Zukunft betroffen sein könnten. Hinzu kommen auch einzelne Bauteile und Akkus, die für Reparaturen in den USA benötigt werden, sowie anderes Zubehör wie Bildschirme oder Tastaturen.

In einem Brief an den Handelsbeauftragten der Vereinigten Staaten, Robert Lighthizer, ruft man nun dazu auf, dass diese geplanten Maßnahmen nicht umzusetzen. Die Strafzölle fallen beim Import der Waren in die USA an. Bislang waren nur wenige Produkte wie Netzteile, Kabel oder sonstige Adapter von einem geringeren Strafzoll in Höhe von 10 Prozent betroffen, welche bis dato keinen Einfluss auf die Endpreise hatten.

Hier der Brief von Apple an die US-Behörden:

Apple warnt in dem Brief davor, dass derartige Strafzölle negative Auswirkungen auf die Beteiligung des Unternehmens an der US-Wirtschaft haben könnten. Gleichzeitig merkt man an, dass sie Einfluss auf die globale Wettbewerbsfähigkeit Apples gegenüber ausländischen Unternehmen haben würden.

Das Unternehmen erinnert die Behörden außerdem daran, dass man mit 2 Millionen Jobs in allen 50 Staaten einer der größten Arbeitgeber in den USA sei. Hinzu kommt, dass man auch der größte Steuerzahler in Amerika ist. Im Fazit des Briefes ruft man dazu auf, dass die Regierung die geplanten Strafzölle nicht umsetzen solle.

Auch das iPhone XS könnte bald von den Strafzöllen in den USA betroffen sein:

iPhone XS im Test: So gut ist Apples Top-Smartphone.

Apple auf der Suche nach Alternativen

Apple wartet aber nicht tatenlos auf die Reaktionen der US-Regierung. So hat das Unternehmen laut einem aktuellen Bericht seine Partner darum gebeten Alternativen zur Produktion in China zu finden. Dabei geht es aber nicht nur um den eskalierenden Handelsstreit, sondern auch um die steigenden Kosten für die Produktion in China.

Als mögliche Alternativen sollen Mexiko, Indien, Vietnam, Indonesien und Malaysia derzeit im Raum stehen. Die derzeitigen Favoriten sollen Indien und Vietnam sein. Konkret soll man unter anderem die Hersteller von iPhone, iPad, MacBook und AirPods mit der Suche beauftragt haben. Zu diesen Partnern gehören etwa Foxconn, Pegatron, Quanta Computer und Compal Electronics.

Einige dieser Partner produzieren bereits Produkte außerhalb Chinas, die Stückzahlen sind hierbei jedoch sehr gering; 90 Prozent von Apples Hardware wird weiterhin in China zusammengebaut. Hinzu kommt, dass die meisten Lieferanten sich ebenfalls im Reich der Mitte befinden.

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