Apple bestätigt Vermutung: Darum wird die Reparaturfreiheit eingeschränkt

Thomas Konrad 3

Apple-Produkte sind oft schwer zu reparieren. Wie sich nun zeigt, bringt eine inoffizielle Reparatur auch einen konkreten Nachteil mit sich – zumindest bei der Batterie. Doch Apple hat vielleicht nicht nur Böses im Sinn.

Update vom 15.08.2019: In einer Stellungnahme gegenüber iMore hat Apple nun erklärt, warum iOS den Nutzer auf einen nicht offiziell durchgeführten Batterietausch hinweist. Ausschlaggebend waren offenbar Sicherheitsbedenken: Die Sicherheit der Kunden sei dem Unternehmen sehr wichtig, man wolle daher sicherstellen, dass jeder Batterietausch ordnungsgemäß durchgeführt werde, lässt sich der iPhone-Hersteller zitieren.

Für den Batterietausch bei einem autorisierten Serviceleister gebe es in den USA über 1.800 Anlaufstellen, weltweit weitere 5.000, ergänzt iMore-Redakteur Renie Ritchie auf Twitter. Der Hinweis in den iOS-Einstellungen solle Kunden vor schlecht durchgeführten Reparaturen schützen, die die Leistungsfähigkeit des Smartphones beeinträchtigen oder eine Gefahr darstellen können. Apple betont jedoch, dass man das iPhone auch nach einer nicht autorisierten Reparatur verwenden könne.

Ritchie sieht in dem Warnhinweis einen Vorteil für Käufer gebrauchter iPhones. Für sie sei die Information durchaus wertvoll, nur sollte sie leichter zugänglich sein, findet er.

Originalartikel vom 08.08.2019:

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Akku-Tausch am iPhone: Apple-Absage an Bastler

Seit einiger Zeit können iPhone-Nutzer Informationen über den Batteriezustand in den Einstellungen abrufen. Wer seinen alten Akku jedoch selbst austauscht, hat nach der Reparatur keinen Zugriff mehr auf diese Information. iOS warnt in den Batterieeinstellungen: Es sei nicht möglich zu prüfen, ob im Gerät eine originale Apple-Batterie verbaut sei. Informationen zum Batteriezustand stehen nicht zur Verfügung. Aufgefallen ist diese Neuerung den Experten von iFixit.

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Selbst bei einer originalen Apple-Batterie meckert das iPhone: Das eigentliche Problem ist nämlich der Tausch. Den will der Hersteller offenbar nur selbst vornehmen – oder durch einen autorisierten Händler. Auf einem Mikrochip an der Batterie speichert Apple die Informationen zur jeweiligen iPhone-Hauptplatine – beide Bauteile sind damit miteinander verknüpft. Jeder andere Akku ruft unter iOS 12 und der Beta-Version von iOS 13 einen Warnhinweis hervor.

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Zwischen Gefahr und dem Recht auf eigene Reparaturen

Hinter dem Warnhinweis steckt durchaus eine reale Gefahr: Erst kürzlich brachte sich ein iPhone-User in Gefahr, als er sein Smartphone öffnen wollte. Nach einem inoffiziellem Batterietausch hatte sich der Akku aufgebläht. Beim Öffnen des Geräts, ging die Batterie in Flammen auf.

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Tatsächlich dürfte die Warnmeldung einige Nutzer abschrecken, eine solche Reparatur selbst durchzuführen. Zeitgleich dürfte die Aktion in manchen Kreisen auch auf heftige Kritik stoßen: Schon seit einiger Zeit kritisiert die Bewegung „Right to Repair“, dass Hersteller wie Apple die Reparatur ihrer Produkte unnötig erschweren.

Informationen zum offiziellen Batterietausch durch Apple oder einen Servicepartner findet man auf Apples Support-Seiten.

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