Apple Card mit ungewohnten Problemen: Schönheit hat ihren Preis

Holger Eilhard 3

Die Apple Card, Apples Kreditkarte, kann mittlerweile seit einigen Tagen von den ersten eingeladenen iPhone-Besitzern zum Shoppen genutzt werden. Dabei zeigen sich nun allerdings erste Problemchen, die mitunter bei der Alltagsnutzung der Titankarte auffällig geworden sind.

Apple Card: Titanium und das induktive Laden

Wer im Physikunterricht aufgepasst hat, dürfte sich über einen dieser Problemfälle nicht wundern. Konkret geht es um die Verwendung von iPhone-Hüllen, die auf der Rückseite Platz für eine oder mehrere Kredit- oder auch Visitenkarten haben. Während die Papp- bzw. Plastikkarte mit ein paar Kontaktdaten keine Probleme für einen Qi-Charger aufweist und das iPhone sich weiterhin problemlos laden lässt, sorgt die Apple Card aus Titan – wie jedes Metall – dafür, dass kein kabelloses Laden mehr möglich ist. Deshalb bestehen die iPhone-Rückseiten seit dem iPhone 8 auch nicht länger aus Metall, sondern aus Glas.

Cult of Mac machte einen Test mit mehreren Ladeschalen und einem iPhone XS Max in einer entsprechenden Smartphone-Hülle. Das Ergebnis war wie erwartet, dass keines der getesteten Geräte das iPhone mit einer eingelegten Apple Card laden konnte. Entfernt man die Kreditkarte aus der Hülle, kann das Smartphone wie gewohnt geladen werden – die Schönheit aus Titan hat also am Ende ihren Preis.

Auch das iPhone XR, hier unser Langzeit-Test, kann bequem ohne Strippen geladen werden:

iPhone XR im Langzeit-Test.

Apple Card: Verlust des iPhones sorgt für Kritik

Die eigens für die Apple Card entwickelte Benutzung im iPhone ist eines der Hauptargumente für die Kreditkarte aus Cupertino. Diese Lösung kann aber auch schnell zum Problem werden, zum Beispiel, wenn man das iPhone verliert. Da man über die App auch die Abrechnung der Kreditkarte steuert, kann es so vorkommen, dass man keine Kontrolle über die Karte mehr hat, wenn man kein Ersatz-iPhone besitzt.

Eine Web-Lösung, etwa innerhalb der eigenen Apple-ID-Übersicht oder iCloud, oder iPad- beziehungsweise Mac-App gibt es derzeit nicht. Im Zweifelsfall muss der Nutzer also schnellstmöglich ein neues iPhone kaufen, um beispielsweise die Rechnung zu begleichen. Alternativ kann man Apple beziehungsweise Goldman Sachs natürlich auch anrufen, um dies zu erledigen.

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Apple Card: So ausgeklügelt ist das Design der Kreditkarte

Apple Card ist derzeit noch in einer öffentlichen „Testphase“. Apple hat vor einigen Tagen damit begonnen, interessierte Kunden zur Anmeldung für Apple Card einzuladen. Seitdem wird der Kreis der Tester immer größer. Die großflächige Verfügbarkeit in den USA – ohne eine dieser Einladungen – wird noch im Laufe dieses Monats erwartet.

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