Apple-Chef Tim Cook: Diese Person könnte sein Nachfolger werden

Holger Eilhard 1

Jony Ive galt als heißer Favorit, Tim Cook in der Rolle als Apple-Chef zu folgen. Mit seinem Ausstieg bei Apple rückte in den vergangenen Tagen und Wochen nun eine andere Person als möglicher Kandidat in den Fokus.

Jeff Williams als Cook-Nachfolger: Vom COO zum CEO?

Den meisten Apple-Nutzern dürfte der Name Jeff Williams bislang nicht viel sagen. Der aktuelle Chief Operating Officer, kurz COO, der seinen Job von Tim Cook übernommen hatte und unter anderem der Hauptverantwortliche für die Apple Watch ist, gilt derzeit aber als der wahrscheinlichste Kandidat für die Thronfolge also CEO des iPhone-Herstellers aus Cupertino.

Aufmerksamkeit erhielt Williams in den vergangenen Wochen erneut im Rahmen des Ausstiegs von Jony Ive, nachdem bekannt wurde, dass er das Designstudio von Ive übernehmen werde. Als derzeitiger COO trat er dabei bereits vor einigen Jahren in die direkten Fußstapfen von Tim Cook. Cook ist seit 2011 Chef bei Apple, er folgte auf Steve Jobs. Er ist 58 Jahre alt – ein paar Jahre könnte er also schon noch im Unternehmen bleiben wollen.

Bloomberg führte Gespräche mit aktuellen und ehemaligen Kollegen, um herauszufinden, wie sich Williams im Apple-Alltag macht. Diese Personen beschreiben ihn unter anderem als zurückhaltende, disziplinierte und gleichzeitig herausfordernde Führungsperson, die etwas mehr Hand anlegt als Tim Cook. So nimmt Williams etwa an wöchentlichen Meetings zu Produkt- und Industrie-Design teil, deren Resultate am Ende von Cook abgewunken werden. Intern gilt er als primäre Wahl für die Nachfolge, mitunter weil man ihn schon lange vor Jony Ives Ausstieg als solchen positioniert hat.

Die Apple Watch wurde unter der Leitung von Jeff Williams entwickelt, mittlerweile sind wir bei der Series 4 angekommen:

Apple Watch Series 4: Überblick.

Jeff Williams: Apple Watch als sein größter Test

Der ausführliche Bericht beschreibt unter anderem die Entwicklung der ersten Apple Watch als größten Test bei Apple. So stellten etwa nur Monate vor dem Verkaufsstart im Jahr 2015 einige seiner Mitarbeiter fest, dass sie beim Tragen der Apple Watch eine Nickel-Allergie entwickelten. Williams entschied sich daher dazu, die bereits gefertigten Modelle einzustampfen und gleichzeitig eine neue Produktionsstrecke zu öffnen, in der eine andere Nickel-Art zum Einsatz kam.

Andere Mitarbeiter mussten beim Test der Watch außerdem feststellen, dass die Taptic Engine beim Langzeittest Defekte aufgrund von Korrosion aufwies. Auch hier entschied sich der Manager dazu, mehrere Tausend bereits produzierte Modelle nicht auszuliefern. Stattdessen wurden sie an die Mitarbeiter verteilt.

Derartige Probleme sorgten dafür, dass die Lieferzeiten der ersten Apple Watch schon kurz nach dem Verkaufsstart mehrere Wochen bis Monate betrugen. Das einzige Modell, die weiterhin lieferbar waren, war die goldene Apple Watch Edition. Laut Bloomberg verkaufte Apple aber nur wenige Zehntausende von diesen extrem teuren Exemplaren. Bereits nach den ersten zwei Wochen soll es kein nennenswertes Interesse mehr nach diesen Modellen gegeben haben.

Laut einem ehemaligen Apple-Manager ist Jeff Williams Tim Cook am nächsten. Bloomberg zitiert diesen mit den Worten: „Wenn du der Meinung bist, dass Cook einen guten Job macht, ist dies eine gute Wahl.“ Den ausführlichen Bericht über Jeff Williams findet ihr bei Bloomberg.

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