Im März 2019 kündigte Apple in einem Event die groß angelegte Service-Initiative für die kommenden Monate an. Konnte der iPhone-Hersteller damit in vielen Fällen Erfolge verzeichnen, sieht es bei einem der neuen Angebote hingegen ernüchternd aus.

 

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Apple News+: Durchwachsene Reaktionen auf den neuen Nachrichtendienst

Vor mittlerweile fast neun Monaten, am 25. März 2019, kündigte Apple seinen kostenpflichtigen Nachrichtendienst News+ an, der weiterhin nur in einigen ausgewählten Ländern verfügbar ist; aktuell sind dies die USA, Kanada, das Vereinigte Königreich und Australien. Für den Dienst verlangt Apple in den USA beispielsweise 9,99 US-Dollar pro Monat. Bereits im Sommer gab es Meldungen, dass die Verlagshäuser mit den Umsätzen nicht zufrieden waren.

Ein neuer Bericht von Digiday (via MacRumors) untermauert nun diese Berichte. So sollen die eingehenden Zahlungen durch die neuen Abonnenten keinen großen Anteil an den gesamten Einnahmen haben. Einer der befragten Publisher sagte gegenüber Digiday, dass man insgesamt nur 20.000 US-Dollar pro Monat durch Apple News+ verdient – hört sich dann doch stark nach Flop an. Der Grund für die Zusammenarbeit mit dem Unternehmen aus Cupertino sei vielmehr die Steigerung der Abonnentenzahlen gewesen.

Die Veröffentlichung der Inhalte bei Apple News+ soll bei den Partnern aber für unerwarteten Aufwand gesorgt haben. Um die Inhalte verfügbar machen zu können, müssen diese speziell für Apples Plattform angepasst werden. Dies könne dazu führen, dass die verschiedenen Publisher nur noch schwer zu unterscheiden seien.

Die Nutzung von Apple News+ auf einem deutschen iPhone 11 – hier unser Hands-On – ist ohne Umwege und beispielsweise einer amerikanischen Apple ID nicht so einfach möglich:

Das iPhone 11 im Hands-On

Apple News+: Zukunft noch ungewiss

MoAna Luu, Chief Content and Creative Officer von Essence, sagte jedoch, dass sie zufrieden mit dem Auftritt ihres Magazins bei Apple News+ ist. Sie wünscht sich, dass Nutzer die verschiedenen Titel direkt ohne den Umweg über Apple abonnieren könnten. Zum Schutz der Privatsphäre der Abonnenten gibt Apple keine persönlichen Details der Anwender an die Publisher weiter.

Luu sagte gleichzeitig, dass sie Zusammenarbeit mit Apple nach dem ersten Jahr wahrscheinlich verlängern werde. Das Interesse an Apple News sei hoch, eben weil es Apple sei. Insgesamt ist der Dienst laut Luu im alltäglichen Geschäft für die Publisher jedoch nicht wichtig. Roger Lynch, CEO von Condé Nast, sagte gegenüber Digiday, dass er hoffe, dass Apple News+ sehr erfolgreich sein wird und man damit viel Geld verdienen werde. Derzeit sei es aber noch zu früh, um genaue Aussagen treffen zu können.

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