Apple hat es verbockt: Was sich mit iOS 14 bessern soll

Holger Eilhard 1

Schon der Start von iOS 13 im vergangenen September kann durchaus als holprig bezeichnet werden. Einen derartigen Fehler will Apple im kommenden Jahr mit iOS 14 verhindern. Dazu soll der iPhone-Hersteller nun neue interne Schritte angekündigt haben.

iOS 14: Bessere Tests für unfertige Features

Wieder einmal ist es Mark Gurman von Bloomberg, der von seinen Quellen Details zu Apples Plänen in Erfahrung bringen konnte. Im Rahmen eines internen Meetings soll Apples Software-Chef Craig Federighi seinen Entwicklern die künftigen Änderungen mitgeteilt haben. Eine dieser Neuerungen sieht vor, dass in den täglichen Test-Versionen in Zukunft standardmäßig unfertige oder noch mit Fehlern behaftete Features standardmäßig deaktiviert sind.

Bilderstrecke starten(6 Bilder)
iOS 13.3 von Apple veröffentlicht: Update für iPhone und iPad jetzt verfügbar

Apples Tester können diese aber auf Wunsch über einen ebenfalls neuen Prozess aktivieren, um sie ausprobieren zu können. Dies soll es unter anderem ermöglichen, einzelne Komponenten testen zu können und etwaige Probleme zu isolieren.

Bislang soll es häufig so gewesen sein, dass Apples Entwickler zu viele neue Features in die täglichen oder wöchentlichen Updates eingebracht hatten, welche für Probleme mit dem gesamten System sorgen konnten. Dies sorgte dafür, dass die Tester über mehrere Tage hinweg keine brauchbaren Versionen hatten, die sie testen konnten. Es soll daher unüberschaubar gewesen sein, was funktioniert und was nicht.

13 Funktionen von iOS 13, die ihr vielleicht noch nicht kennt:

iOS 13: 13 versteckte Funktionen.

Apple bewertet die Qualität der Software auf einer Skala von 1 bis 100. Versionen mit vielen Bugs sollen beispielsweise nur 60 Punkte bekommen haben, während stabilere Updates mehr als 80 Punkte bekamen. iOS 13 soll laut Bloomberg unterhalb der Bewertungen von iOS 12 gelegen haben. Apples Teams verwenden darüber hinaus die Farben grün, gelb und rot um die Qualität einzelner Features zu bestimmen. Um die Gewichtung von Fehlern zu definieren, kommt eine Skala von 0 für kritisch bis 5 für kleine Bugs zum Einsatz. Die neue Strategie kommt bereits bei der aktuellen Entwicklung von iOS 14, Codename Azul, zum Einsatz. Aber auch iPadOS, macOS, watchOS und tvOS sollen in Zukunft genauso getestet werden.

Um den Programmierern mehr Zeit zu geben, soll das Unternehmen auch in Erwägung gezogen haben, einige Features in die Nachfolgeversion, „Azul +1“, zu verschieben. iOS 15 soll im Jahr 2021 erscheinen. Trotz alledem soll iOS 14 laut Bloombergs Quellen, was neue Features angeht, sehr ähnlich zu iOS 13 sein.

iOS 13: Holpriger Start mit vielen Updates

Schon bei der ersten öffentlichen Verfügbarkeit von iOS 13 zeigten sich Apples Probleme mit der jüngsten Version des Betriebssystems fürs iPhone. So folgte nur wenige Tage nach der Vorstellung von iOS 13.0 das Update auf iOS 13.1. Seit der ersten Version veröffentlichte Apple in den ersten zwei Monaten bereits 8 Updates für diverse größere und kleine Probleme. Zum Vergleich: Im Fall von iOS 12 waren es nur zwei Updates. Aktuell testet Apple bereits iOS 13.3.

Bilderstrecke starten(6 Bilder)
iOS 13.3 von Apple veröffentlicht: Update für iPhone und iPad jetzt verfügbar

Doch nicht nur iPhone oder iPad waren in den vergangenen Monaten von störenden Bugs geplagt. Auch der HomePod, dessen Software ebenfalls auf einer abgewandelten Version von iOS basiert, musste mit Problemen kämpfen. So machte ein Update einige der Siri-Lautsprecher unbrauchbar, wonach Apple das Update kurzzeitig aussetzen musste. Bei Apple TV oder der Apple Watch war die Lage hingegen deutlich entspannter. Lediglich die jüngste Apple Watch Series 5 musste mit den ersten Versionen von watchOS 6 unter einer reduzierten Akkulaufzeit leiden. Das Update auf watchOS 6.1 brachte hier jedoch mittlerweile Abhilfe.

Hat dir dieser Artikel gefallen? Schreib es uns in die Kommentare oder teile den Artikel. Wir freuen uns auf deine Meinung - und natürlich darfst du uns gerne auf Facebook oder Twitter folgen.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

* Werbung