In den vergangenen Monaten musste Apple herbe Kritik aufgrund anhaltender Probleme mit der Software einstecken. In einem aktuellen Interview greift nun auch Tesla-Chef Elon Musk den iPhone-Hersteller an.

 

iOS 13

Facts 

Elon Musk: Apple hat „mein E-Mail-System kaputt gemacht“

Die Vorstellung von iOS 13 dürfte für viele Nutzer ein Grund sein, zukünftige Updates für iPhone und iPad erst mit einigem Abstand zu installieren. Selbst Apple erkannte die Probleme und veröffentlichte das erste Update auf iOS 13.1 bereits am 24. September 2019 und damit nur wenige Tage nach der Verfügbarkeit von iOS 13 an. Auch in den darauf folgenden Tagen gab es gleich mehrere kleine Updates, mit dem Ziel die gröbsten Fehler zu beseitigen. Innerhalb eines Monats gab es somit vier neue iOS-Versionen.

Auch Elon Musk musste sich als iPhone-Nutzer mit den Problemen herumschlagen, wie er nun in einem Interview im Rahmen der „Satellite 2020“-Konferenz in Washington DC mitteilte, auf das 9to5Mac verlinkt hat. Die Aussagen zum iPhone und den durch Apple hervorgerufenen Problemen könnt ihr hier ab Minute 14 sehen:

Musk kritisierte speziell die Mail-App, welche sein E-Mail-System kaputt gemacht haben soll. Er nannte aber keine genauen Details, um welche Bugs es sich dabei gehandelt habe. Zu Zeiten von iOS 13.3 gab es jedoch unter anderem Berichte, dass die Mail-App beispielsweise Probleme beim Laden von Mails gehabt haben soll. iOS 13 hatte darüber hinaus Probleme bei der Darstellung der Absender in der E-Mail-Übersicht, welche unter anderem in iOS 13.1 beseitigt wurden.

iOS 13 brachte aber auch eine Reihe von nützlichen Neuheiten mit:

iOS 13: 13 versteckte Funktionen

iOS 13: Musk kritisiert Apples Software-Updates

Musk nutzte das Apple-Beispiel dazu, um auf allgemeine Probleme bei Technologie-Produkten hinzuweisen. So sagte er weiter, dass Technik nicht automatisch immer besser wird. Man sei zwar daran gewöhnt, dass beispielsweise Smartphone von Jahr zu Jahr besser werden, im Falle des Software-Updates fürs iPhone sei aber zu sehen, dass dies nicht der Fall sein muss.

Der SpaceX- und Tesla-Chef sagte außerdem, dass weiterhin vielerorts Software aktiv ist, deren Entwickler nicht länger aktiv oder gar tot sind. Man benötige viel mehr smarte Menschen, die an der Entwicklung beteiligt sind. Es sei auch wichtig, dass man sich von alter Software verabschiedet und diese „nicht für immer unterstützt“, weil die Kosten für den notwendigen Support extrem teuer werden können. Das vollständige Interview mit Elon Musk findet ihr auf YouTube.

Letzte Berichte besagen, dass iOS 14 wieder einmal ein Update werden soll, bei dem sich Apple primär der Stabilisierung des Systems widmet und weniger um große, neue Features. Ähnliches war zuletzt bereits bei iOS 12 der Fall.

Holger Eilhard
Holger Eilhard, GIGA-Experte für iPhone, iPad, Mac und alles andere zum Thema Apple.

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