Apple ist gemein: Fan-App fürs iPhone rausgeschmissen

Holger Eilhard

Ende November berichteten wir bereits von einem Design-Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, das iPhone in einen originalgetreuen iPod zu verwandeln. Während dieses Projekt nicht öffentlich verfügbar ist, gibt es bereits seit einiger Zeit eine Alternative, die einen möglichen App-Store-Bann mit einem Trick umgeht. Leider reichte dieser nicht aus, um dauerhaft im App Store zu bleiben.

Update 17. Dezember:
Es hat nicht lange gedauert, bis auch Apple auf die beschriebene App aufmerksam wurde. Allen Tricks zum trotz, reichte es nicht aus, um Rewound länger im App Store zu halten. Wie die Entwickler in einem Blog-Post mitteilen (via The Verge), hat Apple sich dazu entschlossen, die App aus dem hauseigenen App Store zu entfernen.

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Die Gründe für den Rauswurf sind trotz des standardmäßig schlichten Designs offensichtlich. So wird den Entwicklern vorgeworfen, dass sie das Design des iPods kopiert haben. Dabei scheint es egal zu sein, dass es externe Skins bedarf, um den iPod-Look zu erreichen. Dieser Vorwurf führt des Weiteren dazu, dass Apple befürchtet, dass Nutzer die App mit einem offiziellen Apple-Produkt verwechseln könnten. Ein weiterer Punkt ist, dass die Entwickler für die Apple-Music-Features entlohnt werden wollten.Entwickler Louis Anslow hat bereits angekündigt, dass er versuchen will, die App wiederauferstehen zu lassen. Dazu hat er unter anderem eine Spendenaktion gestartet. Diese Gelder sollen auch dabei helfen eine Web- und Android-App zu entwickeln.

Ursprüngliche Nachricht vom 13. Dezember:

Rewound-App fürs iPhone: Skins verwandeln einfachen Audio-Player in einen iPod

Apples iPod (classic) ist mittlerweile Geschichte, das iPhone hat den altbekannten MP3-Player in seiner traditionellsten Form seit vielen Jahren vollständig abgelöst. Das Vollbild-Display aktueller iPhones bietet sich jedoch an, den klassischen Audio-Player auf dem Smartphone wiederauferstehen zu lassen. Die größte Hürde ist dabei jedoch die Ungewissheit der Entwickler, ob Apple eine entsprechende App in den App Store lassen würde.

Dieses Problem hat Louis Anslow, Entwickler von Rewound mit einem einfachen Trick umgangen (via The Verge). Nach der Installation der kostenlosen App präsentiert sich der Audio-Player in einer äußerst einfachen und gleichzeitig unschönen Oberfläche. Um einer möglichen Sperre durch Apples App-Store-Polizei zu umgehen, kann der Audio-Player durch Skins beliebig verändert werden. In der App gibt es daher eine Funktion, welche den Download von Skins erlaubt. Der Download der Skins gelingt entweder über Twitter oder Weibo. Hat man das Bild des gewünschten Skins erreicht, speichert man dies in der lokalen Fotobibliothek, um es danach in die App zu importieren.

Es gibt bereits diverse Skins, die den schwarzen und weißen iPod nachahmen. Dazu gehört auch ein schwarz/rotes Skin des U2 iPod aus dem Jahr 2004. Wünschenswert wäre – neben noch detailgetreueren Skins – der traditionelle Sound inklusive eines etwas prominenteren haptischen Feedbacks beim Drehen des virtuellen Click Wheels.

Um Zugriff auf Apple Music beziehungsweise die auf dem iPhone gespeicherte Musikbibliothek zu erhalten, fragt die App beim ersten Start nach dem notwendigen Zugriff. Die Unterstützung von Spotify ist in Planung. Laut The Verge arbeitet Anslow aber nicht nur an der Spotify-Unterstützung, sondern auch einem Widget, welches die Steuerung des Players erlauben soll.

So könnte ein iPod classic im Jahr 2019 aussehen:

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Apple-Produkt chancenlos: Brillante Idee, aber ohne Hoffnung

iPod im iPhone: Weitere Alternative nähert sich dem Beta-Test

Bereits Ende November berichteten wir von einem weiteren Projekt, das den MP3-Player von Apple in vielen Details nachahmt. Designer und Entwickler Elvin Hu aus New York hatte damals eine erste Vorschau auf seine App vorgestellt.

Nun hat Hu seine App zum Beta-Test bei Apple eingereicht und wartet zum aktuellen Zeitpunkt noch auf die Freigabe, um seinen Player via TestFlight testen zu dürfen. Es bleibt abzuwarten, ob Apple seine App in der aktuellen Form freigeben wird.

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