Apple könnte beliebtes iPhone-Feature auf den Mac bringen: Der Traum rückt näher

Holger Eilhard

Der Mac hat in der Vergangenheit immer wieder vom Apple-Smartphone gelernt. Eines der nützlichsten Features, welches wir schon im iPhone und iPad alltäglich verwenden dürfen, könnte nun aber auch den Weg in den Mac finden.

Apple könnte beliebtes iPhone-Feature auf den Mac bringen: Der Traum rückt näher
Bildquelle: GIGA.

Face ID im Mac: Apple beschreibt erweiterte Fähigkeiten

Schon vor der Vorstellung des iPhone X, der ersten Apple-Hardware mit Face ID, gab es erste Hinweise auf die kommende Gesichtserkennung. Wie 9to5Mac berichtet, wurde das Patent, welches erstmals im Jahr 2012 veröffentlicht wurde, nun erteilt.

Apples Ingenieure beschreiben darin unter anderem, wie die Technik es erlauben soll, den Nutzer schon dann zu erkennen, wenn ein Gerät noch im Schlafzustand ist. Apple erwähnt dabei den Mac oder iPhone nicht explizit, sondern schreibt lediglich von einem „computing device“. In den Bildern des Patents sind jedoch traditionelle Displays zu erkennen.

Die Technik könnte beispielsweise das störende Eintippen von Passwörtern unnötig machen, wenn der Mac unerwartet in den Standby-Modus übergegangen ist – etwa dann, wenn der Nutzer ein langes Dokument liest oder Video schaut, und dabei längere Zeit keine Eingaben vorgenommen hat. Es soll des Weiteren auch erkennen können, ob der Nutzer noch vor dem Gerät sitzt.

Dies kann daher auch dabei helfen, die Anmeldung deutlich zu beschleunigen, da das System auch im Standby-Modus aktiv sein kann. Die Authentifikation könnte somit schon dann stattfinden, während der Anwender sich noch auf dem Weg zum Mac befindet.

Auch das iPhone XR, hier unser Langzeit-Test, bietet Face ID:

iPhone XR im Langzeit-Test.

FaceTime im Mac: Erkennung des Nutzers im Standby-Modus

9to5Mac spekuliert, dass dieses System im Zusammenspiel mit dem schon im Jahr 2012 vorgestellten Power Nap funktionieren könnte. Power Nap, welches mit Mac OS X 10.8 Mountain Lion Premiere feierte, ermöglicht es dem Mac im Schlafzustand Aufgaben zu erledigen, die dem Nutzer nach dem Aufwachen behilflich sind. So können etwa Mails oder Fotos synchronisiert werden, während der Mac noch schlummert; dank Power Nap stehen die Inhalte dem Nutzer dann jedoch schon beim Öffnen des MacBooks zur Verfügung.

Face ID ist seit der Vorstellung des iPhone X im Jahr 2017 in Apples Smartphones zu finden. Mit dem iPad Pro (2018) kam es dann auch auf die Tablets. Viele Beobachter erhoffen sich daher, dass das notwendige Kamerasystem auch den Weg in den Mac findet. Eine der Hürden könnte dabei jedoch die Platzierung der benötigten Sensoren sein, da beispielsweise das Display eines MacBook Pro deutlich dünner ist als ein iPhone oder iPad Pro.

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