An dieser Produktkategorie beißt sich Apple seit einiger Zeit die Zähne aus. Ganz offenkundig: Denn seit Jahren gibt es Gerüchte um die neue Hardware, doch passiert ist noch nichts. Jetzt setzt ein anderer Hersteller zum Überholmanöver an.

Samsung arbeitet an Alternative zu Apples Schlüsselfinder

Unter dem Namen „Galaxy Smart Tag“ könnte Samsung schon bald einen neuen Schlüssel- und Kofferfinder in der Art von Tile auf den Markt bringen. Anzeichen dafür kommen aus Indonesien: Dort hat Samsung nun ein Mobilfunkzertifikat für einen smarten Tracker erhalten. Die Bezeichnung „Galaxy“ kennt man auch von Smartphones und smarten Uhren des südkoreanischen Herstellers.

Die Smart Galaxy Tags dürften eng an Samsungs SmartThings-Find-System gebunden sein: Die Funktion erlaubt es, Samsung-Geräte wie Smartphones, Tablets und Kopfhörer wiederzufinden – selbst wenn diese offline sind. Mithilfe der Tags ließen sich noch weitere „analoge“ Objekte – etwa Schlüssel, Koffer oder das Portemonnaie – in das weltweite SmartThings-Netzwerk einbinden und aufspüren.

Tile ist mit smarten Tags für den Schlüsselbund und andere Objekte bereits länger am Markt vertreten – den Tile Mate hat GIGA im vergangenen Jahr ausführlich getestet.

Schlüsseltracker Tile bei Amazon ansehen

Apples Lösung AirTag dürfte auch eng an das iPhone gebunden sein – hier ist unser Videotest zum neuen Modell: 

iPhone 12 im Test

Wo bleiben Apples AirTags?

Apple arbeitet seinerseits an einem Tile-Konkurrenten. Beim Namen „AirTag“ ist sich die Gerüchteküche nahezu sicher. Auch zu Hardwaredesign und softwareseitiger Umsetzung gibt es bereits Hinweise. Was fehlt, ist ein Termin für den Marktstart: Zuletzt verkündete ein vergleichsweise treffsicherer Leaker, Apple habe die Vorstellung auf das Jahr 2021 verschoben. Was dahinter steckt, ist unklar. Nicht auszuschließen ist aber, dass Apples Taktgefühl dahinter steckt: Smarte Schlüsselfinder sind schließlich vor allem für Anwender sinnvoll, die häufig unterwegs sind – ein Lebenswandel, den man in Zeiten der Coronapandemie besser nicht bewirbt.