Apple Music: So will Amazon der Musikstreaming-Konkurrenz gefährlich werden

Holger Eilhard

Im Kampf um zahlende Musikliebhaber hört man häufig nur von den beiden Platzhirschen Apple Music und Spotify. Doch auch Amazon wird mit seinem Streaming-Dienst „Music Unlimited“ langsam, aber sicher zu einen wichtigen Kontrahenten, der dank des Halo-Effekts seit einigen Monaten stetig wächst.

Apple Music: So will Amazon der Musikstreaming-Konkurrenz gefährlich werden
Bildquelle: GIGA.

Amazon Music Unlimited: Aufholkurs dank Amazon Echo

Nicht nur Apple Music und Spotify haben mehrere Millionen Abonnenten für ihre Streaming-Dienste. Die beiden Streaminganbieter haben mit 60 beziehungsweise 100 Millionen zahlenden Mitgliedern zwar weiterhin die Nase vorn, im Windschatten ist aber bereits Amazon zu erkennen. Wie die Financial Times (via 9to5Mac) berichtet, hatte der Onlineretailer im vergangenen April mit Amazon Music Unlimited und Prime Music zusammengenommen 32 Millionen Zuhörer.

Laut der Financial Times konnte das Unternehmen alleine im vergangenen Jahr um 70 Prozent wachsen. Zum Vergleich: Spotifys Wachstum lag bei nur 25 Prozent pro Jahr. Als einer der wichtigsten Gründe für den steigenden Erfolg wird der Verkauf der smarten Lautsprecher wie dem Amazon Echo genannten. Aber auch die mittlerweile in immer mehr Geräten enthaltene Sprachassistentin Alexa, die unter anderem einen Zugriff auf den Musikservice erlaubt, sei ein wichtiges Merkmal, welches die Abonnentenzahlen in die Höhe schnellen lässt. Der sogenannte Halo-Effekt, in diesem Fall vom Amazon Echo und Alexa zum hauseigenen Musikdienst, wird also auch hier sichtbar.

Hinzu kommt Amazons Preisstruktur, die im Vergleich zu Spotify und Apple Music etwas attraktiver ist. So ist im normalen Amazon-Prime-Abo enthalten und erlaubt Zugriff auf 2 Millionen Songs. Wer den Katalog mit 50 Millionen Tracks nutzen will, bekommt für bereits rund 8 Euro im Monat Zugriff auf Amazon Music Unlimited, sofern man bereits ein Prime-Abo besitzt. Wer kein Prime-Abo hat, zahlt rund 10 Euro im Monat, dasselbe was Apple und Spotify verlangen. Will man die Songs jedoch nur auf einem einzelnen Echo hören, kann man schon für 4 Euro pro Monat den vollen Katalog nutzen.

Gleichzeitig ist Amazon Prime Music bei älteren Nutzern beliebter als die Konkurrenz. So sind rund 14 Prozent der Amazon-Abonnenten mehr als 55 Jahre alt, bei Spotify sind es hingegen nur 5 Prozent.

Amazon Echo: Neue Hardware für Alexa-Fans

Um die Fans von Amazon Echo und Alexa auch in Zukunft mit neuer Hardware zu versorgen und damit gleichzeitig weiterhin neue Abonnenten gewinnen zu können, plant Amazon angeblich auch eine neue High-End-Version des Echo-Lautsprechers. Wie Bloomberg (via 9to5Mac) berichtet, befindet sich der neue Lautsprecher derzeit noch in Entwicklung und soll erst im kommenden Jahr vorgestellt werden.

Apple HomePod vs. Amazon Echo vs. Google Home:

Apple HomePod vs. Google Home vs. Amazon Echo.

Der neue Lautsprecher soll damit Apple HomePod, Sonos One und Google Home Max stärker Konkurrenz machen. Passend zu dem neuen Smart Speaker plant das Unternehmen aber auch eine High-Fidelity-Variante des eigenen Musik-Streaming-Dienstes. Dieses Angebot könnte aber auch unabhängig vom neuen Lautsprecher vorgestellt werden.

Zu den Kommentaren

Kommentare zu dieser News

Weitere Themen

* Werbung