Apple genießt den Ruf des teuren Premiumherstellers, Apple muss man sich leisten können. Doch ist dem wirklich so? In meiner heutigen Ausgabe der Wochenend-Kolumne möchte ich den Gegenbeweis antreten.

 

iPhone SE 2

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iPhone SE 2

Ich selbst gehöre mittlerweile zu den Sparfüchsen unter den Apple-Nutzern. Mein iPhone 5 verrichtete bei mir beispielsweise ganze 5 Jahre treue Dienste, aktuell nutze ich noch ein iPhone 7, günstig im Abverkauf vor etwas mehr als zwei Jahren erstanden, mein MacBook erblickte bereits im Jahr 2015 das Licht der Welt und beim iPad tut es auch ein altes Air 2, welches ich auch erst kurz vor Produktionsende vergünstigt kaufte. Kurzum: Der „neueste Scheiß“ muss es gar nicht sein.

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Apple-Paket für unter 1.000 Euro: iPhone, Apple Watch und AirPods für unter 1.000 Euro

Und selbst wenn man aktuelle Hardware bei Apple ersteht, muss man heutzutage auch kein Krösus mehr sein. Eine erhellende Beispielrechnung gefällig? Schon für unter 1.000 Euro gibt’s ein mobiles Komplettpaket mit angebissenem Apfel. Rechnen wir nach:

  • Das nigelnagelneue iPhone SE gibt’s schon für 479 Euro – sowohl bei Apple, als auch im Handel. Dafür erhält man bewährte Technik (4,7-Zoll-Display, Touch ID) mit der Kraft eines iPhone 11, gedankt sei es dem verbauten Apple A13. Mehr iPhone braucht es eigentlich nicht und selbst mit dem kleinen Bildschirm lässt sich noch gut arbeiten – sagt euch wie schon erwähnt ein iPhone-7-Besitzer. Und für Jahre wird’s zudem noch Updates geben.
  • Für eine Apple Watch Series 3 zahlt man auch nicht mehr als 229 Euro. Dafür gibt’s dann wohl die ausgereifteste Smartwatch am Markt. Den Aufpreis zum LTE-Modell sparen wir uns, haben wir doch das verbunden iPhone eigentlich immer mit dabei.
  • Und für den Ohrenschmaus greifen wir zu den AirPods der zweiten Generation. Die kaufen wir aber nicht überteuert bei Apple direkt, sondern lieber im Handel schon für circa 140 Euro, auf Wunsch auch mit kabellosem Ladecase, dann zahlen wir circa 160 Euro.

Summa summarum legen wir für das komplette Paket circa 850 bis 870 Euro hin, nicht mal einen Tausender. Dafür gibt’s beim selben Hersteller ja noch nicht mal das iPhone 11 Pro, aber immerhin schon die grandiosen „Räder“ für den Mac Pro.

So neu und doch schon günstig – alles was man zum neuen iPhone SE wissen muss im Video:

iPhone SE (2020): Apples Produktvideo.

Wer jetzt lieber noch ein iPad im Paket haben möchte und dafür auf die AirPods verzichten kann, der zahlt am Ende auch nicht so viel mehr. Das günstigste iPad (iPad 10.2 mit 32 GB) kostet circa 350 Euro im Markt. Macht am Ende zusammen mit iPhone SE und Apple Watch Series 3 circa 1.060 Euro – ein Schnäppchen, wenn man mich fragt.

Meine Gedanken zum Wochenende: Die Kolumne möchte Denkanstöße liefern und den „News-Schwall“ der Woche zum Ende hin reflektieren. Eine kleine Auswahl der bisherigen Artikel der Kolumne:

Unbezahlbarer Systemvorteil

Was man nicht vergessen sollte: Für diesen günstigen Kurs gibt’s ohne Abstriche Zugriff auf das gesamte und geschätzte Apple-Ökosystem. iOS, iPadOS und watchOS greifen perfekt ineinander – das gibt’s bei der Konkurrenz ja nicht mal gegen Aufpreis. Dieser Systemvorteil lässt sich am Ende nicht wirklich in Geld ausdrücken.

Zugegeben, der aktuelle Mac Pro würde meine aktuelle Schnäppchen-Rechnung dann doch „etwas“ sprengen:

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Mac Pro 2019: 13 Dinge, die man sich anstelle des High-End-Rechners kaufen könnte

Ich muss zugeben, es ist wahr: Apple hat mittlerweile für nahezu jeden Geldbeutel ein Angebot parat, teuer ist relativ und für den Premiumhersteller aus Cupertino nicht mehr gänzlich zutreffend – im Mainstream endgültig angekommen, so lässt es sich am besten umschreiben. Chapeau!

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen stellen ausschließlich die Ansichten des Autors dar und sind nicht notwendigerweise Standpunkt der gesamten GIGA-Redaktion.