Apple schuldet Samsung noch Geld: Der peinliche Grund

Holger Eilhard 3

Auch zwischen Milliardenkonzernen kommt es immer wieder vor, dass hier und da ein paar Schulden offen bleiben. Natürlich sind die Summen in solchen Fällen deutlich höher als zwischen Freunden. Im aktuellen Fall soll Apple seinem Lieferanten Samsung gleich „mehrere Hundert Milliarden Won“ schuldig sein.

Schulden bei Samsung: Apple kauft nicht genügend iPhone-Displays

Laut ETNews (via ZDNet) geht es bei den Schulden in Milliardenhöhe um Strafen, da Apple aufgrund der gesunkenen iPhone-Verkäufe nicht genügend OLED-Displays von Samsung Display gekauft haben soll – etwas peinlich für den Branchenprimus. 100 Milliarden Won entsprechen dabei 86 Millionen US-Dollar oder 76 Millionen Euro, sodass es sich bei den „mehreren Hundert Milliarden Won“ um mindestens rund 152 Millionen Euro handelt.

Die Strafen resultieren aus Abkommen zwischen den beiden Unternehmen. Apple hatte darauf bestanden, dass Samsung Display eine Fabrik öffnet, die ausschließlich OLED-Displays für das iPhone produziert. Samsung Display wurde daraufhin mit der Produktion von 100 Millionen dieser Displays pro Jahr beauftragt. Unter den eingebrochenen iPhone-Verkäufen mussten jedoch auch die Südkoreaner leiden, dessen operativer Gewinn in einem Jahr von 5,7 in 2017 auf 2,62 Billiarden Won im Jahr 2018 sank.

Laut dem Bericht sei es aber unwahrscheinlich, dass Apple seinem Lieferanten die Summe einfach überweisen werde. Stattdessen will man Samsung Display zum Ausgleich weitere Verträge zur Produktion von OLED-Displays für neue Geräte anbieten. Außerdem soll Apple aber selbst „eine kleine Strafe“ für Samsung ausgesprochen haben, da man die versprochenen Lieferungen nicht habe einhalten können. Offizielle Stellungnahmen gab es von keinem der beiden Unternehmen.

Die OLED-Displays im iPhone XS und XS Max kommen von Samsung Display:

iPhone XS im Test: So gut ist Apples Top-Smartphone.

iPhone 2020: Abschied vom LCD

Für Aufschwung im OLED-Geschäft könnten die iPhones im Jahr 2020 sorgen. Laut aktuellen Gerüchten sollen alle drei neuen Modelle dann mit einem OLED-Display ausgestattet sein. Derzeit verfügt das Einsteigermodell, das iPhone XR, noch über ein Display mit LCD-Technik. In dem für diesen Herbst erwarteten XR-Nachfolger soll ebenfalls noch ein LCD-Panel zum Einsatz kommen.

Das iPhone 11R wird 2019 noch kein OLED besitzen, dafür aber eine neue Dual-Kamera:

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iPhone XR wird zu iPhone 11R: So dürfte Apples „Bonbon-Handy“ ausschauen

Das iPhone 2020 soll dank des jüngst abgeschlossenen Abkommens zwischen Apple und Qualcomm außerdem das erste Apple-Smartphone mit 5G-Technik sein. Erst dann soll es auch wieder größere Änderungen am Design geben. In diesem Jahr sollen sich diese primär auf ein neues Kameramodul auf der Rückseite beschränken, welches über drei Sensoren verfügt.

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