Google setzt auf Wearables: Der Softwarekonzern hat jetzt den Fitnessband-Hersteller Fitbit übernommen. Für 2,1 Milliarden US-Dollar. Muss Apple sich warm anziehen?

 

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Google kauft Fitbit: Google-Wearables in Planung

Google übernimmt Fitbit. Die Gerüchte, die vor wenigen Tagen an der Börse schon die Runde machten, sind damit bestätigt. Die Aktie des seit Jahren schwächelnden Wearables-Anbieters stieg schon vor der Übernahme um rund 30 Prozent an, steht am Freitag bei rund 7 Dollar – wie zuletzt Ende 2017. Allein im Oktober hat sich ihr Wert damit verdoppelt.

Man sehe eine große Chance darin, mehr in die Wearables-Plattform Wear OS zu investieren und Made-by-Google-Wearables anzubieten, erklärt Google in einer Pressemitteilung. In Zusammenarbeit mit Fitbits Expertenteam könne man Innovationen bei Wearables vorantreiben und Produkte anbieten, die noch mehr Menschen ansprechen sollen.

Muss Apple sich nun warm anziehen? Man darf skeptisch sein: Die Apple Watch ist sicher ein Grund für die schwindende Popularität der Fitnesstracker von Fitbit. Immerhin kann Apple sich stetig über steigende Verkaufszahlen freuen, während die Konkurrenz nicht vorankommt – trotz neuer Geräte wie der Fitbit Versa 2.

Der härteste Konkurrent auf dem Wearables-Markt: die Apple Watch Series 5:

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Google und Fitbit betonen: Keine Werbung mit Nutzerdaten

Manch ein Fitbit-Kunde dürfte wenig erfreut sein, dass seine Kundendaten mit der Übernahme nun bei Google liegen. Das wissen beide Unternehmen und betonen in ihren jeweiligen Pressemitteilungen (Fitbit/Google): Anwender sollen weiterhin die volle Kontrolle über ihre Daten behalten. Google werde Fitbits Nutzerdaten nicht zu Werbezwecken verwenden.

Thomas Konrad
Thomas Konrad, GIGA-Experte für macOS, iOS und Apple-Hardware.

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