Was im Dezember 2016 mit den ersten AirPods begann, wiederholt sich in diesem Jahr mit den vor einigen Wochen vorgestellten AirPods Pro. Die Apple-Kopfhörer sind offenbar beliebt wie nie zuvor.

 

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AirPods und AirPods Pro: Lange Wartezeiten für die Apple-Kopfhörer

Ein Blick auf die Verfügbarkeit der AirPods Pro zeigt, dass eine Lieferung vor Weihnachten nicht mehr gelingen wird. Als Lieferdatum wird schon jetzt Ende Januar angezeigt. Lediglich beim Besuch eines Apple Stores könnte man noch etwas Glück haben. Doch wie wird sich dieser Hype rund um Apples Kopfhörer auf die Quartalszahlen des iPhone-Herstellers auswirken?

Genau diese Frage versucht Apple-Analyst Horace Dediu in einem aktuellen Bericht (via Cult of Mac) zu erklären. Das Unternehmen aus Cupertino macht es dabei nicht einfach, zu entschlüsseln, wie erfolgreich AirPods, Apple Watch, Apple TV, Beats-Kopfhörer oder auch der HomePod wirklich sind. Alle diese Geräte werden nämlich in einer Kategorie, „Wearables & Home“, zusammengeworfen. Einfacher war es noch zu Zeiten des iPod, in denen Apple genaue Zahlen veröffentlicht hatte.

Die höchsten Einnahmen durch den MP3-Player verzeichnete Apple im 4. Quartal 2007 mit 4 Milliarden US-Dollar. Den Schätzungen des Analysten zufolge konnte die Apple Watch diesen Wert im 4. Quartal 2018 mit 4,2 Milliarden US-Dollar überschreiten. Doch wie der Blick auf die Verfügbarkeit der AirPods Pro zeigt, werden auch die Apple-Kopfhörer immer beliebter.

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Die AirPods Pro im Vergleich mit der Konkurrenz:

AirPods Pro im Vergleich

Apples AirPods auf Höhenflügen

Dediu erwartet daher für das aktuelle Weihnachtsquartal, dass die Verkäufe der Apple Watch um 24 Prozent zulegen werden, während die restlichen Wearables um 51 Prozent wachsen. Damit würden die Einnahmen durch die Apple Watch auf 5,2 Milliarden Dollar steigen, die verbleibenden Geräte sollen für 5,7 Milliarden sorgen. Dediu kann sich vorstellen, dass damit auch die AirPods „Peak iPod“ überschreiten werden und Apple Einnahmen jenseits der 4-Milliarden-Marke bescheren könnten – die Spitze des Hypes, sollte das Wachstum danach nicht doch noch weiter anhalten.

Apple AirPods bei Amazon

Insgesamt zeigen die Zahlen, dass Apple alleine durch seine Zubehörprodukte mehr Geld verdient, als mit dem iPad oder dem Mac. Schon im dritten Quartal 2019 war Apple mit einem Marktanteil von 35 Prozent der internationale Spitzenreiter bei den Wearables. Insgesamt konnte man damals 29,5 Millionen Geräte ausliefern. Apples Wachstum im Vergleich zum Vorjahresquartal lag damit bei 195 Prozent. Mit der Vorstellung der neuen AirPods Pro dürften die Verkäufe des iPhone-Herstellers noch einmal deutlich wachsen.