Apples coolstes Zukunfts-Feature: Kein Wort dazu auf dem Event

Holger Eilhard

Es hat mittlerweile Tradition, dass Apple im Rahmen seiner Präsentationen immer wieder auf neue Features nur in Form von kleinen Details auf den Grafiken im Hintergrund hinweist. Diese Grafiken hatten beim letzten iPhone-Event zwar ein neues Design, die Hinweise blieben aber weiterhin subtil.

Apples coolstes Zukunfts-Feature: Kein Wort dazu auf dem Event
Bildquelle: Apple.

Apple U1: Ein neuer Chip fürs iPhone 11 bringt Ultra-Wide-Band

Nachdem es zunächst nur wenige Stunden vor dem Event Hinweise auf die neuartige Technologie im iPhone gab, stellte sich im Rahmen des Apple-Events heraus, dass der iPhone-Hersteller dem Ultra-Wide-Band (kurz UWB) genannten Feature einen eigenen Chip spendiert hatte. Zu sehen war der Chip zunächst nur in einer der Zusammenfassungen zum iPhone 11, in der Präsentation fand er jedoch keine weitere Erwähnung. Erst nach dem Event, mit Veröffentlichung der neuen Webseiten zum iPhone 11 und iPhone 11 Pro, gab es erste Details, was Apple mit dem Chip machen kann.

Der neue Chip tritt damit unter anderem in die Fußstapfen von Apples A-Serie und diversen weiteren Chips, die seit einigen Jahren von Apple in Eigenregie für präzise Einsatzzwecke entwickelt wurden. Doch was genau will Apple mit der U-Serie für die Ultra-Wide-Band-Unterstützung anstellen?

Apple U1: Erste Details zum Einsatz

Ging man vor dem Event noch davon aus, dass Apple die UWB-Technik im Zusammenhang mit den hauseigenen Schlüsselfindern – die nicht Bestandteil der Präsentation am 10. September waren – anpreisen würde, beschreibt der iPhone-Hersteller den derzeitigen Zweck als Hilfsmittel für AirDrop. So erlaubt es die Ultrabreitband-Technologie in dem Chip, wie bereits vermutet, „andere Apple-Geräte mit U1-Chip genau zu lokalisieren“. Im aktuellen Fall sind damit zwar bis auf Weiteres keine Tile-Konkurrenten gemeint, die bei der Suche nach dem verlorenen Schlüsselbund helfen, sondern bislang nur andere iPhones – iPhone 11 und iPhone 11 Pro, um genau zu sein.

Apple beschreibt den AirDrop-Helfer auf der eigenen Webseite weiter mit den folgenden Worten:

Mit U1 und iOS 13 kannst du dein iPhone jetzt auf ein anderes richten und AirDrop wird dieses Gerät priorisieren, damit du Dateien schneller teilen kannst. Und das ist erst der Anfang.

Der letzte Satz weist darauf hin, dass Apple in der Tat an weiteren Einsatzzwecken arbeitet und das AirDrop-Feature womöglich nur ein erster Vorgeschmack auf die kleinen Plastikchips und eine Integration des U1 in weitere Geräte ist. So könnten etwa das erwartete MacBook Pro mit 16-Zoll-Display, ein aktualisiertes iPad Pro oder auch die AirPods 3 ebenfalls über den Chip verfügen.

Hier sind einige der wichtigsten Neuerungen in iOS 13:

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Apple U1: Weitere Details zur Ultrabreitband-Technik

Wer genauere technische Details zu Ultra-Wide-Band, Apples damit verbundenen Patenten und der konkreten Funktionsweise erfahren will, findet bei Quora eine ausführliche Erklärung. So arbeiteten Apples Ingenieure etwa bereits seit vielen Jahren an den Grundlagen des U1. Damals ging es noch um die mittlerweile von Apple beerdigten iBeacons. Der Artikel beschreibt auch, dass UWB eine wichtige Grundlage für Apples zukünftige Augmented- und Virtual-Reality-Technologien darstellen könnte.

Die Genauigkeit bereits verfügbarer UWB-Chips wird mit mehr als 10 Zentimeter angegeben. Die Reichweite soll 290 Meter betragen, während die Transferraten bis zu 6,8 Megabit pro Sekunde erreichen können. Dies sind wohlgemerkt nur die Spezifikationen bereits erhältlicher Chips – es ist bislang unbekannt, wie sich Apples U1 verhält. Der Autor vermutet außerdem, dass der U1 beziehungsweise UWB möglicherweise auch Bestandteil der Apple Watch Series 5 sein könnte.

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