Apples neue, bunte AR-Welt für iPhone und iPad: Das „Ticket“ wird teuer

Holger Eilhard

Apples WWDC-Ankündigungen beinhalten neben den großen Schlagzeilen wie iOS 13, iPadOS 13 oder dem neuen Mac Pro auch viele kleine Updates. Dazu gehört auch eine neue Version von ARKit, das einen weiteren großen Schritt macht. Wer die kommenden Features jedoch nutzen will, muss unter Umständen tief in die Tasche greifen.

Apples neue, bunte AR-Welt für iPhone und iPad: Das „Ticket“ wird teuer
Bildquelle: Personen können mit ARKit 3 in virtuelle Welten integriert werden - Bild: Apple.

Apples ARKit 3 für iPhone und iPad: Neue Features nur mit Einschränkungen

Nachdem ARKit 2 im vergangenen Jahr mit einer verbesserten Gesichtserkennung, 3D-Objekterkennung oder der gleichzeitigen Nutzung mehrerer iOS-Geräte in einer gemeinsamen virtuellen Welt bereits große Verbesserungen an Apples Augmented-Reality-Technik brachte, lässt der iPhone-Hersteller auch in diesem Jahr nicht nach. Bereits in der WWDC-Keynote am 3. Juni demonstrierte man einige der wichtigsten Neuerungen, hier unsere Zusammenfassung.

So können etwa Personen, dank „People Occlusion“, in die virtuellen Welten integriert werden - in der Präsentation demonstrierte man dies am Beispiel von Minecraft. Außerdem erlaubt ARKit 3 es Entwicklern die Bewegungen von Personen mittels Motion Capturing nachzuahmen. Des Weiteren können die Kameras auf der Front oder Rückseite von iPhone und iPad nun simultan genutzt werden. Hinzu kommt die Möglichkeit, bis zu drei Gesichter gleichzeitig zu verfolgen.

Weitere Informationen zu den neuen Features beschreibt Apple auf der dazugehörigen Website. Dort findet sich auch die große Einschränkung, die für die Nutzung dieser Möglichkeiten gilt.

Apple hat während der WWDC-Keynote auch diverse Neuerungen für die Zifferblätter der Apple Watch angekündigt:

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Apple Watch verschönert: Freu dich auf diese kostenlosen Zifferblätter der Smartwatch im Herbst 2019.

ARKit 3: Die Hardwarevoraussetzungen steigen

Während diese Features viele neue Anwendungen für AR-Fans ermöglicht, dürfte die Freude beim Blick ins Kleingedruckte auf der oben erwähnten Seite einen Dämpfer erhalten (via 9to5Mac). Legte Apple bislang Wert darauf, dass auch ältere Geräte neue Features nutzen konnten, ändert sich dies in diesem Jahr.

So ist die Voraussetzung zur Nutzung der vier oben beschriebenen Funktionen beschränkt auf Geräte mit Apples A12- oder A12X-Chip, Apples Neural Engine (kurz ANE) und der TrueDepth-Kamera. Kurzum bedeutet dies, dass nur iPhone XS, XS Max, iPhone XR, sowie das 11-Zoll- und 12,9-Zoll-iPad-Pro aus dem Jahr 2018 die notwendige Leistung haben, um die neuen Technologien nutzen zu können. Wer Apples Augmented-Reality-Angebot also vollständig nutzen will, muss sich in Form neuer Hardware ein „teures Ticket“ kaufen.

ARKit 3 ist Bestandteil von iOS 13 und iPadOS 13. Während Entwickler schon seit einigen Tagen erste Beta-Versionen testen dürfen, wird das öffentliche Beta-Programm erst in den kommenden Wochen starten. Die finale Version der neuen Betriebssysteme wird im kommenden Herbst erwartet, vermutlich wieder im September 2019, kurz nach der Vorstellung der neuen iPhones.

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