Teslas Autopilot steckt in mancherlei Hinsicht noch in den Kinderschuhen. Wie ein Experiment israelischer Forscher jetzt zeigt, arbeitet das System sehr genau – lässt sich aber ziemlich einfach austricksen.

Verkehrsschilder in Werbefilmchen tricksen Tesla-Software aus

Forscher der israelischen Universität Ben Gurion haben untersucht, wie Autopiloten wie etwa der im Tesla Model X auf Einblendungen von Verkehrsschildern auf digitalen Werbetafeln reagieren. Getestet haben die Forscher das auch mit dem Mobileye 630, einem Assistenzsystem zum Nachrüsten.

Im Zentrum des Experiments steht also die Frage: Wie reagiert der Tesla, wenn ihm am Straßenrand ein falsches Straßenschild begegnet? Die Forscher haben dazu unechte Stopp-Schilder in digitale Werbefilme eingeblendet – nur 500 ms lang.

Doch auch diese Zeitspanne genügt offenbar, um die Assistenzsysteme aus dem Konzept zu bringen: Nach der Einblendung des virtuellen Stoppschildes hielt der Tesla mitten auf der Straße an; das System Mobileye zeigte eine Fehlermeldung.

Die Forscher wollen auch damit auch demonstrieren, wie leicht Hacker durch die Manipulation von digitalen Anzeigetafeln ein Verkehrschaos verursachen können und arbeiten entsprechend an Gegenmitteln: Die Software der eigentlich smarten Assistenten muss lernen, digitale Schilder zu erkennen – zum Beispiel daran, dass sie keine Tiefe besitzen.

„Wie Elon Musk die Welt verändert – Die Biografie“ bei Amazon kaufen

Seid ihr diesen Irrtümern über E-Autos auch schon auf den Leim gegangen?

5 Irrtümer über Elektroautos

Tesla hat einen Lauf – aber auch Probleme

Zwar erzielte Tesla im vergangenen Jahresquartal einen Erfolg: Nie zuvor konnte der E-Auto-Hersteller so viele Modelle an Kunden ausliefern. Tendenz womöglich steigend, denn Elon Musk will in den kommenden Jahren ein günstigeres E-Auto präsentieren. Auf der Softwareseite gibt es beim US-Autobauer aber Nachbesserungsbedarf: Im Test von Consumer Reports fällt der 8.000-Dollar-Autopilot bisher durch.

 

Thomas Konrad
Thomas Konrad, GIGA-Experte für macOS, iOS und Apple-Hardware.

Ist der Artikel hilfreich?