Ein Balkonkraftwerk ist eine einfache und relativ kostengünstige Möglichkeit, um sofort die Energiekosten auf Dauer zu senken. Wer so eine Mini-Solaranlage verwenden will, muss aber aufpassen. Denn das ist nicht in jeder Stadt erlaubt. Die Zauberworte lauten hier Erhaltungssatzung und Denkmalschutz. Doch auch da tut sich etwas, weil der Klimawandel jetzt eine viel größere Rolle spielt, als es früher der Fall war.

Balkonkraftwerk kann verboten sein

Steckfertige Mini-Solaranlagen liegen voll im Trend. Die Preise sind wegen der hohen Nachfrage aufgrund der explodierten Energiekosten in die Höhe geschnellt. Trotzdem lohnt sich die Anschaffung, denn nach spätestens 10 Jahren hat man die Kosten drin und kann dann noch über 15 Jahre kostenlos Energie erzeugen oder Bitcoin schürfen. In den meisten Städten in Deutschland sind Balkonkraftwerke erlaubt.

Doch es gibt berühmte Ausnahmen, wie beispielsweise in Frankfurt. Dort waren 2020 nur schlappe zwei Mini-Solaranlagen zugelassen worden, obwohl das Interesse schon damals sehr groß war. Der Grund? Die Erhaltungssatzung. Man durfte das Äußere des Gebäudes nicht verändern. Egal ob es nur ein Solarpanel am Balkongeländer war oder Ähnliches. Das war verboten und das Bauamt hat es nicht erlaubt. Die neue Koalition sorgt aber für Abhilfe, denn auch in Frankfurt sollen Balkonkraftwerke in der Erhaltungssatzung erlaubt und sogar bezuschusst werden (Quelle: FR). So schnell kann sich das Blatt wenden.

Doch nicht nur die Erhaltungssatzung kann zum Problem werden. Auch der Denkmalschutz spielt eine wichtige Rolle. So gab es schon öfter Berichte, wonach Besitzer von Solaranlagen dazu aufgefordert wurden, diese zu entfernen, weil sie sich nicht mehr in die Optik des erhaltungswürdigen Objektes eingliedern. Hier sind Balkonkraftwerke im sichtbaren Bereich also auch tabu.

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Was sollte man vor dem Kauf eines Balkonkraftwerks tun?

Eine lokale Recherche hilft schon einmal, um die Gesetze und Regeln in der eigenen Stadt oder Gemeinde zu erfahren. Seid ihr euch dann trotzdem noch unsicher, könnt ihr beim Bauamt nachfragen. Denn das ist es dann auch, welches euch auf die Pelle rückt, wenn ihr etwas falsch gemacht habt. Informiert euch vorher also, ob eine steckfertige Mini-Solaranlage bei euch erlaubt ist.