Muss es immer WhatsApp sein? Der beliebte Messenger war heute für mehrere Stunden down. Die Stiftung Warentest hat in einem großen Vergleich viele Messenger unter die Lupe genommen. Platzhirsch WhatsApp verpasst den Einzug in die Top 5. Testsieger ist ein anderer Messenger, der unter anderem mit seinem vielfältigen Funktionsumfang punktet.

 
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Früher war nicht unbedingt alles besser, aber zumindest einfacher: Wer seinen Freunden am Handy eine Nachricht schreiben wollte, griff zur SMS – an der Kurznachricht mit maximal 160 Zeichen führte für Otto-Normal-Nutzer kein Weg vorbei.

Heute ist die Sache etwas komplizierter: Messenger gibt es gefühlt so viele wie Sand am Meer und der Nutzer hat die Wahl zwischen WhatsApp, Telegram, Facebook Messenger, Threema und vielen weiteren. Doch welcher Chat-Dienst ist der Beste? Das wollte die Stiftung Warentest herausfinden.

Stiftung Warentest kürt Signal zur besten WhatsApp-Alternative

Durchsetzen konnte sich im aktuellen Test Signal, der mit „Gut (2,3)“ bewertet wird (Quelle: Stiftung Warentest). Der Messenger wird von den Warentestern auch als WhatsApp-Alternative empfohlen, da sie „funktional besser“ sei und mehr Einstellungs- und Sicherheitsoptionen biete.

Knapp dahinter platziert sich ein echter Klassiker: Skype. Der mittlerweile zu Microsoft gehörende Messenger kommt auf eine Bewertung von „Gut (2,5)“ und eignet sich laut Stiftung Warentest ideal für Videotelefonie. Abzüge gab es hingegen für die Tatsache, dass Nutzer die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung manuell aktivieren müssen.

Branchenführer WhatsApp landet hingegen nur im Mittelfeld. Für mehr als ein „Befriedigend (2,6)“ hat es nicht gereicht. Damit schafft der beliebte Messenger Platz 6. Immerhin lobt die Stiftung Warentest aber die Telefonqualität: „Einzige App, mit der Telefonieren auch bei schlechtem Empfang einigermaßen klappte.“

WhatsApp-Alternativen im Überblick:

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Telegram wurde nicht bewertet

Bemerkenswert: Eine Note für Telegram wurde nicht vergeben. „Wir haben kein Qualitätsurteil vergeben, da der Dienst inzwischen kein reiner Messenger mehr ist, sondern laut Bundesjustizministerium auch ein soziales Netzwerk“, so die Warentester mit Blick darauf, dass bei Telegram auch Gruppen mit bis zu 200.000 Mitgliedern möglich sind. Technisch konnte Telegram allerdings überzeugen und eigne sich laut Stiftung Warentest vor allem für Telefonie.

Für den Vergleich hat die Stiftung Warentest 16 Messenger getestet. Das finale Urteil basiert auf drei Kriterien: Funktionen (35 Prozent), Einrichtung und Nutzung (35 Prozent) und Schutz der Privatsphäre (30 Prozent).