Mir AirPower gelang Apple ein klassisches Eigentor: Nach der großen Ankündigung im Herbst 2017 passierte über Jahre gar nichts. Bis zum März 2019: Damals hatte Apple das Projekt für tot erklärt. Möglicherweise war es das aber noch nicht ganz mit AirPower.

 

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AirPower doch nicht tot? Mark Gurman macht Apple-Fans Hoffnung

Brancheninsider Mark Gurman, der in den vergangenen Jahren mit seinen Vorhersagen zu Apple häufig recht behielt, meldet sich nun mit einem Statement zu AirPower zurück: In einem aktuellen Beitrag bei Bloomberg, in dem es eigentlich um eine AirPower-Alternative geht, verrät Gurman: Apple arbeitet an einer neuen Ladematte. Es gibt aber einen kleinen Haken.

Der AirPower-Nachfolger soll laut Gurman „weniger ambitioniert“ sein als das ursprünglich geplante Modell. Gut möglich also, dass Apple sich an den Modellen anderer Hersteller orientiert. Üblicherweise gibt es hier feste Plätze für Smartphone, Smartwatch und Co. Das Versprechen von AirPower war ein anderes: Apple hatte ursprünglich geplant, dass man iPhone, Apple Watch und AirPods überall auf der Ladefläche platzieren könne.

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AirPower: So komplex war der Prototyp

Woher die Probleme bei AirPower rührten, zeigt indes eindrucksvoll ein Hardware-Prototyp. Apple hatte im März 2019 erklärt, dass AirPower nicht den hohen Standards des Unternehmens gerecht geworden wäre. Bloomberg berichtete damals, dass der Hersteller besonders mit Überhitzungen kämpfte. Warum das so war, wird bei einem Blick auf den Prototyp offensichtlich. Zahlreiche Kupferspulen liegen hier dicht gedrängt auf mehreren Ebenen über- und nebeneinander:

Zahlreiche Chips sorgten bei dem Gerät für die entsprechende Koordination. Wie clever Apples möglicher AirPower-Nachfolger werden könnte, bleibt abzuwarten. Einen Termin für einen Release nennt Gurman übrigens nicht – wohl aus Angst, sich daran die Finger zu verbrennen.

Thomas Konrad
Thomas Konrad, GIGA-Experte für macOS, iOS und Apple-Hardware.

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