Die Bundesregierung hat im Rahmen der Corona-Krise die Öffnungszeiten in Deutschland für Supermärkte stark gelockert. Doch wird das von Aldi, Lidl, Rewe, Netto und Co. auch wirklich genutzt und wie sieht es an Ostern aus? GIGA hat die Details für euch.

 

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Coronavirus & Ostern: Öffnungszeiten bei Supermärkten verändert?

Update vom 11.04.2020: Einkaufen an Ostern während der Corona-Krise ist laut den Supermärkten kein Problem. Die meisten Läden ändern ihre Öffnungszeiten nicht. Aldi Nord bleibt zu den gewohnten Öffnungszeiten geöffnet. Bei Aldi Süd gibt es aber eine Änderung. Die Filialen öffnen am Samstag, den 11. April 2020, bereits um 7:00 Uhr und schließen dafür eine Stunde früher um 20:00 Uhr. An den Osterfeiertagen bleiben Geschäfte geschlossen. Netto öffnet bereits um 6:30 Uhr. Alle anderen Händler ändern ihre Öffnungszeiten nicht. Es wird aber darauf hingewiesen, dass man die Abstandsregeln einhalten soll. Der Kundenstrom wird zudem in einigen Filialen reguliert – aber das kennt man ja mittlerweile.

Originalartikel:

Bereits vor einiger Zeit hat die Bundesregierung ein Maßnahmenpaket beschlossen, das es Supermärkten, Discountern und Drogeriemärkten erlaubt, die Öffnungszeiten zu verlängern – wenn es wegen der Coronavirus-Pandemie nötig wird. So können die Geschäfte nun länger geöffnet haben und optional auch am Sonntag für einige Stunden verkaufen. Doch wird das aktuell auch von den Unternehmen genutzt? Genau das haben die Kollegen von T-Online herausgefunden und einfach mal überall nachgefragt:

  • Wird Sonntags geöffnet? Aktuell gibt es laut den Angaben der Unternehmen keinen Grund am Sonntag zu öffnen. Die Versorgung der Bürger sei gewährleistet. Zudem muss man die Kräfte der Mitarbeiter schonen und die Ansteckungsgefahr reduzieren.
  • Wird es längere Öffnungszeiten geben? Aldi, Lidl, Netto, Rewe aber auch Drogeriemärkte wie DM und Rossmann sind sich in diesem Punkt einig. Aktuell reichen die Öffnungszeiten aus, die es gibt. Kaufland hat bereits von 7 bis 22 Uhr auf und nutzt das volle Potenzial schon aus. Die Läden werden laufend mit Ware versorgt, sodass es dazu keinen Grund gibt. Sollte sich die Lage verändern, können die Läden kurzfristig reagieren, so die Sprecherin von Netto.
  • Was wollen die Kunden? Die Kunden scheinen mit der aktuellen Situation zufrieden und sehen aktuell auch keinen Grund für längere Öffnungszeiten. Jeder versteht, unter welcher Belastung die Mitarbeiter stehen. Längere Öffnungszeiten würden das Risiko für die Mitarbeiter sich anzustecken nur erhöhen. Jeder hat Familie und aktuell große Sorgen.

Solange die Versorgung so weiter läuft, und danach sieht es aus, jeder sich an die geltenden Regeln hält und keine Hamsterkäufe getätigt werden, funktioniert das jetzige System.

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Eigene Erfahrung beim Einkaufen

Selbst in kleineren Städten haben viele Supermärkte mittlerweile reagiert und schützen nicht nur die eigenen Mitarbeiter, sondern auch die Kunden. So wird der Einlass bei einem kleineren Aldi in unserer 80.000-Einwohner-Stadt stark reguliert. Man wird nur einzeln und durch den Ausgang von einem Mitarbeiter hereingelassen. Maximal dürfen sich 28 Personen im Laden befinden, die sich optimalerweise aus dem Weg gehen. Toilettenpapier ist weiterhin genau so Mangelware wie Mehl. Der Rest war in großen Mengen vorhanden. Optimalerweise wird kontaktlos bezahlt und Abstand zur Kassiererin bzw. Kassierer gehalten.

Ist kontaktloses Bezahlen wirklich sinnvoll? Wir haben einige Argumente für und gegen Mobile Payment gegenübergestellt: 

Mobile Payment: Sollte ich es nutzen?

An den Backstationen sind besondere Hinweise zur Hygiene angebracht, daran sollte man sich halten. Im Kassenbereich sind auf dem Boden Abstände aufgeklebt, die man nicht überschreiten sollte, um den Mindestabstand zu wahren. Sicher befremdlich aber aktuell einfach nötig.