Das Google-Girokonto kommt – das steckt hinter Cache

Simon Stich

Google möchte eigene Girokonten anbieten, die mit Google Pay verbunden sind. Schon im nächsten Jahr soll ein entsprechendes Produkt verfügbar gemacht werden – wenn auch zunächst nicht in Deutschland. Einen wichtigen Partner hat der Konzern bereits gewinnen können, doch die Konkurrenz von Apple ist schon einen Schritt weiter.

Google Cache: Girokonto von Google kommt

Unter dem Namen Google Cache soll es ab 2020 in den USA Girokonten von Google geben. Als Partner im Bankwesen hat Google die Citigroup sowie eine kleine Kreditgenossenschaft der Stanford University überzeugen können, die eigentlichen Bankgeschäfte für Kunden von Google Cache zu übernehmen. In einem Interview mit dem Wall Street Journal, auf das sich unter anderem das Portal golem.de bezieht, wurde das Projekt angekündigt. Wichtige Details stehen aber weiterhin aus. Zu einem Start außerhalb der USA wurde sich ebenfalls noch nicht geäußert.

Google-Manager Caesar Sengupta hat bislang kaum mehr als den Namen bestätigt. Der Konzern werde sich „bemühen“, die Girokonten kostenlos anzubieten, heißt es. Mit Google Pay besitzt Google zwar schon einen Bezahldienst, dieser ist aber an klassische Kreditkarten gebunden. Konkurrent Apple hat mit seiner virtuellen Kreditkarte Apple Card einen echten Einstieg in das Bankwesen bereits vollzogen. Google hingegen betont in dem Interview, nicht selbst zur Bank werden zu wollen. Geschäfte sollen über Partnerbanken abgewickelt werden.

Schon jetzt kann über Google Pay und einem Android-Handy bezahlt werden:

Wie bezahle ich mit Google Pay in Geschäften?

Google Cache: Viele Fragen bleiben offen

Wie es im Detail um Google Cache bestellt ist, kann derzeit noch nicht gesagt werden. Ob und wann die vielleicht kostenfreien Girokonten auch hierzulande angeboten werden, weiß derzeit wohl auch Google nicht. Das Produkt dürfte über längere Zeit nur in den USA angeboten werden und erst später den Weg über den Atlantik finden.

Ganz wie bei der Apple Card könnte sich auch Google ein Belohnungssystem beim Kauf eigener Produkte ausdenken – auch wenn das Hardware-Portfolio sicher viel kleiner ist als das von Apple. Der iPhone-Hersteller bietet Kunden unter anderem 3 Prozent Rabatt, wenn sie sich im Apple Store offline oder online eindecken. Bei sonstigen Einkäufen gibt es immerhin einen Bonus über 2 Prozent.

Mehr zur Apple Card gibt es hier in der Bilderstrecke:

Bilderstrecke starten(8 Bilder)
Apple Card: So ausgeklügelt ist das Design der Kreditkarte

Deutschland: Apple Pay startet durch

Während Google also noch etwas Zeit braucht, drückt Apple in Deutschland auf die Tube. Jetzt wurde bekannt, dass der Start von Apple Pay bei den Sparkassen des Landes noch 2019 erfolgen soll – wenn auch zunächst ausschließlich für Kreditkarten der Sparkasse (Mastercard, Visa). Wer darauf nicht warten möchte, der sollte sich das Angebot der Consor Finanz anschauen. Hier gibt es eine kostenlose Kreditkarte von Mastercard mit einem Bonus von 50 Euro*, die auch mit Apple Pay genutzt werden kann.

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