Death Strandings kaputte Welt bezieht sich auf Trump und die Probleme unserer Zeit

Marina Hänsel 2

Death Stranding ist verrückt. Detah Stranding ist kaputt. Und, am wichtigsten, Death Streanding ist kein Geheimnis mehr: Entwickler Hideo Kojima zeigte uns 80 Minuten Gameplay und erklärt jetzt in einem heimeligen Interview, warum Death Strandings dystopisches Amerika zwar seltsam ist – aber sich dennoch auf wahre Begebenheiten bezieht.

Von allen Info-Bröckchen, die uns Death Stranding-Entwickler Hideo Kojima über 80 Minuten Gameplay hinweg zuspielte, gab es einen, den mir nicht einmal meine Kollegen glaubten: Du sammelst und verteilst Likes im Spiel. Lässt du also eine alte Tasse mitten im Nirgendwo der Map fallen, können andere Spieler diese finden und liken. Oder du hinterlässt eine nützliche Leiter, etwas, das sicherlich mehr Likes einheimsen wird, als die Tasse.

Aber warum zur Hölle aber gibt es in überhaupt Likes? Death Stranding-Vater Hideo Kojima spricht in einem ausführlichen Interview mit GameInformer über die verrückte Welt des Adventures, und wie sie über Metaphern auf die heutige Zeit verweist. Die Likes etwa seien keine Währung, sondern ein Ausdruck „bedingungsloser Liebe“ – als Antwort auf soziale Rankingsysteme wie die Funktion Daumen hoch/runter innerhalb diversen Medien unserer Zeit. In Death Stranding gibt es keinen Daumen runter – keine negativen Bewertungen, keine Möglichkeit, andere Spieler anzugreifen. Warum auch, wenn die kaputte Welt im Spiel schon deprimierend genug ist?

Because the world setting is the dark and lowest world you can think of(…) Your solitude, you’re alone – the storyline itself is a worst-case scenario. So why don’t I put in a system where it’s really more positive than negative?

Du magst es mir nicht glauben, aber Death Strandings neuester Trailer verrät tatsächlich, warum es im Spiel gehen wird:

Death Stranding – Briefing Trailer.

Ein zerbrochenes Amerika – nach Trump und Europa

Du könntest sagen, Death Stranding gibt dir eine zutiefst deprimierende Welt gespickt mit hoffnungsvollem, oft sehr positivem Gameplay. Im Spiel bist du allein, verloren in einem großen, zerbrochenen Amerika. Schaust du aber genauer hin, erlebst du immer wieder Momente des Zusammenseins – mit anderen Spielern, die dir Gegenstände und Nachrichten im asychronen Multiplayer hinterlassen:

A lot of people play on the couch, and perhaps they feel like, ‚Oh, I’m lonely, and I’m maybe strange, playing all alone.‘ And you’re doing it over and over. You’re traveling with BB, and maybe you feel lonely. Norman actually got this point as well – you’re struggling all alone. But at a certain point, you realize, ‚There is someone really similar to me who felt this loneliness,‘ because you see it when you’re indirectly connecting.

Die Welt von Death Stranding ist nicht nur einsam – sie ist auch misstrauisch. In den Fußstapfen von Sam Bridges versuchst du, eine auseinandergebrochene Gesellschaft wiederzuvereinen, und wenngleich die komplett fiktiv ist, ist sie doch an Probleme der heutigen Zeit angelehnt. Viele NPCs etwa wollen gar nicht vereint werden, aus Angst, vergangene Fehler könnten sich wiederholen: Staatliche Überwachung, der Brexit oder auch eine Trump-Regierung. Kojima deutet an, ähnliche gesellschaftliche Problematiken haben sich in der Vergangenheit von Death Stranding ereignet:

For Bridges‘ sake, you’re connecting from east to west and they want you to join the UCA – the United Cities of America. When you connect, you can use UCA services, but at the same time, they’re retrieving your information 24 hours a day. It’s like 1984. Some people may not like that, and say ‚I’m not going to connect to UCA, because we’re going to repeat the same thing that we did.‘ Like Trump, or the EU, these things. It’s a metaphor.

Alle Brotkrumen, die wir bisher zu Death Stranding sammeln konnten:

Bilderstrecke starten(13 Bilder)
Das ist Death Stranding: Release-Datum, Gameplay, Story, Pre-Order und mehr Infos

Durch Death Strandings kaputte Welt kannst du schon ab 8. November selbst wandern, zumindest, wenn du eine PS4 besitzt: Das Spiel erscheint nämlich exklusiv für die Sony-Konsole. Ich bin ziemlich gespannt, wie genau dann der indirekte Multiplayer aussehen wird. Und ob Kojima es wirklich schafft, uns zur liebevollen Zusammenarbeit zu verdonnern (ich würde es mir ja wünschen).

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