In deutschen Wohnzimmern stehen immer größere Fernseher – und ein Ende ist nicht absehbar. Für imposante Smart-TVs geben die Deutschen auch immer mehr Geld aus, was sich mit einem stark gestiegenen durchschnittlichen Verkaufspreis bemerkbar macht.

Fernseher: Deutsche wollen größere Modelle

Deutsche Kunden bevorzugen immer größere Fernseher. Zu diesem Fazit kommt eine neue Verbraucheruntersuchung. Waren zu Beginn des Jahrtausends noch Fernseher mit einer Diagonale von durchschnittlich 32 Zoll belegt, ist die Größe von zwischenzeitlich 42 Zoll auf aktuell 55 Zoll gewachsen. Ein Ende der Trendwende ist nicht in Sicht – ganz im Gegenteil richten sich die Blicke schon auf Fernseher mit einer Diagonale von 65 Zoll und mehr.

Große Smart-TVs machen sich natürlich auch mit einem höheren Preis bemerkbar. Hier zeigen sich die Deutschen spendabel: Im dritten Quartal des Jahres 2021 wurde hierzulande mit Fernsehern ein Umsatz von rund 884 Millionen Euro erzielt. Der durchschnittliche Preis ist von 588 Euro im dritten Quartal 2020 auf nun 702 Euro gestiegen, was einem Sprung von fast 20 Prozent entspricht (Quelle: gfu).

Was sollte vor dem Kauf eines Fernsehers beachtet werden? Die Antwort gibt es hier im Video:

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Der Umsatz selbst ist in letzter Zeit aber kaum spürbar gestiegen, was an einem deutlich gesunkenen Absatz mit Fernsehern liegt. Die Stückzahl ging im dritten Quartal 2021 um 16 Prozent zurück. Im Vorjahresquartal hatte es allerdings einen echten Boom gegeben, der mit Corona-Lockdowns zu erklären ist.

Fernseher mit 65 Zoll immer beliebter

In letzter Zeit werden insbesondere Fernseher mit einer Diagonale von mindestens 65 Zoll beliebter. Rund jeder fünfte zuletzt verkaufte Fernseher kommt auf diese Größe. Beim Umsatz machen große Smart-TVs bereits einen Anteil von fast 40 Prozent aus. Der durchschnittliche Preis ist in diesem Bereich um 9 Prozent auf nun knapp 1.300 Euro gestiegen. Mancher Fernseher kostet mittlerweile sogar mehr als ein Haus.