Wenn euer DHL-Paket auf sich warten lässt oder ihr Fragen habt, könnt ihr euch ab sofort per WhatsApp an den Paketdienstleister wenden. Der Kundenservice ist seit heute per Messenger erreichbar. Doch wie sehr euch dort weitergeholfen wird, ist fraglich.

 

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DHL und Deutsche Post: Kundenservice per WhatsApp gestartet

DHL hat heute bei WhatsApp einen neuen Kanal für die Kundenkommunikation eröffnet. Der Kundenservice ist jetzt nicht mehr nur über die herkömmlichen Wege erreichbar, sondern kann auch per WhatsApp kontaktiert werden. Stimmt also einmal etwas mit eurer Lieferung nicht – ob von euch versandt oder erwartet –, könnt ihr direkt per WhatsApp nachhaken (Quelle: Twitter). Auch allgemeine Fragen zum Angebot sind möglich.

Die Vorteile liegen auf der Hand: Kundinnen und Kunden können es sich in Zukunft sparen, extra die DHL-Webseite aufzurufen, wenn sie den Kunden-Support benötigen. WhatsApp hat ohnehin praktisch jeder Smartphone-Nutzer parat – zumindest aktuell noch. Auch Anrufe mit eventueller Warteschleife kann man so umgehen. DHL erklärt: „Ab jetzt erreicht ihr unser Team bei Fragen & Problemen auch über den beliebten Messenger, direkt von eurem Smartphone“. Unter 0228/76363719 ist der Kundenservice von Deutsche Post und DHL zu erreichen.

Trotzdem ist nicht gesagt, dass ihr tatsächlich detaillierte Informationen erhaltet. Zumindest in Teil des Services ist bloß ein Chatbot, der auf Antworten aus dem Hilfebereich von DHL und Deutscher Post zugreift, wie in unserem Bild zu sehen ist:

Ein kurzer Test zeigt: Beim WhatsApp-Support von DHL wird zumindest ein Teil der Arbeit vom Chatbot erledigt (Screenshot: GIGA).

Ob auch bei konkreten Fragen zu einzelnen Sendungen das Programm mit vorgefertigten Nachrichten antwortet, oder wie ein Twitter-User vermutet, bloß der Versandstatus per WhatsApp ausgespielt wird (Quelle: Twitter), konnten wir noch nicht prüfen. Dass der Nutzen für die Kunden überwiegt, darf in Frage gestellt werden.

Hilfreiche Tipps zum Paketversand per DHL findet ihr im Video, auch wenn der Kundenservice nicht dabei ist:

DHL-Paket versenden: Die besten 5 Hacks

Trotz Kritik: Support per WhatsApp war lange überfällig

Für viele Kunden auf Twitter kommt der Start zur Unzeit: WhatsApp steht seit Monaten in der Kritik. Befürchtungen über den Datenschutz beim beliebten Messenger nahmen in dieser Zeit zu, die Abwanderungsrate zu alternativen Messengern wie Signal, Threema und Telegram stieg. Entsprechend fordern einige, besser für andere Messenger das Angebot von DHL freizuschalten.

Persönliche Einschätzung von Felix

Die Entscheidung von Deutsche Post und DHL für WhatsApp ist richtig. Selbst nach den Vorwürfen gegen WhatsApp und dem Nutzerschwund ist der Messenger noch unangefochten die Nummer 1 in Deutschland. Keine der Alternativen hat vergleichbar viele Nutzer. Solange das so bleibt, sollte und wird die Deutsche Post DHL Group nicht auf WhatsApp zugunsten anderer verzichten.