Drohnenpiloten und vor allem alle, die es werden wollen, sollten ein Auge auf die neue DJI Mini 2 werfen. Die Mini-Drohne filmt in 4K-Auflösung, ist einfach zu fliegen und so leicht wie ein Smartphone. Außerdem hat sie noch ein paar coole Extras an Bord.

Die neue DJI Mini 2 kann man als Update sehen, sie folgt auf die ebenfalls schon sehr coole Mavic Mini, der sie recht ähnlich sieht, bessert aber an einigen Stellen nach. Doch für wen ist die 448 Euro teure Drohne grundsätzlich gedacht? Ganz klar für qualitätsbewusste Einsteiger, ob des hohen Preises wohl eher nicht für Kids. Aber auch fortgeschrittene Drohnenpiloten werden ihre Freude an der Mini 2 haben, vor allem, wenn sie ein kompaktes Drohnenmodell suchen.

Genau 242 Gramm bringt die DJI Mini 2 laut Specs auf die Waage. Hintergrund ist hier natürlich, dass Besitzer von Drohnen unter 250 Gramm keine Plakette mit Namen und Adresse anbringen müssen. Die könnte bei der Mini 2 auch die Optik kaputt machen, sie passt bequem auf die Handfläche und ist zusammengeklappt sogar kompakter als der Controller. Das technische Highlight ist, dass die DJI Mini 2 jetzt 4K-Videos mit 30 fps aufzeichnet, ein Qualitätssprung für Hobby-Filmer.

Coole Technik unter und über der Haube

Die DJI Mini 2 hat einige coole Ausstattungsmerkmale: Die Kamera löst da noch am wenigsten Wow aus, sie schafft 12 Megapixel (Blende f/2.8) und deckt ein 83 Grad Sichtfeld ab. Im 4:3-Format lassen sich so 4.000 x 3.000 Pixel bzw. im 16:9-Format 4.000 x 2.250 Pixel erreichen; dabei gibt es auch RAW-Unterstützung, zusätzlich zu JPG.

Komfortfunktionen wie QuickShoots machen professionelle Video-Effekte für alle möglich, außerdem gibt es Automatiken für Sphären-, 180°- und Weitwinkel-Panoramen. Ein motorisierter 3-Achsen-Gimbal sorgt dafür, dass Videos flüssig aussehen. Zoom ist leider nur digital an Bord, für 4K-Auflösung zweifach, bei Full HD vierfach.

Die Ausdauer ist ordentlich, rund eine halbe Stunde Flug ist mit einer Akkuladung möglich, nicht mehr als beim Vorgänger, dafür wurde der Akku geschrumpft. DJI hebt hervor, dass man die Windempfindlichkeit verbessert hat. Auch bei Windgeschwindigkeiten bis 38 km/h (Windstärke 5) soll sich die kleine Drohne stabil fliegen lassen. Die maximale Flughöhe von 500 Metern bringt deutschen Nutzern nicht viel, hierzulande ist ohne Genehmigung bei 100 Metern Schluss.

Einen ersten Eindruck der DJI Mini 2 bekommt ihr im folgenden Video:

DJI Mini 2: Neue Drohne bietet 4K-Videos

Neue Übertragungstechnik und Extras

Neu ist das Übertragungssystem, es kommt jetzt das Protokoll OcuSync 2.0 zum Einsatz, das weniger störanfällig sein und eine Reichweite von bis zu 10 Kilometern schaffen soll. Komfortfunktionen wie automatischer Start und Rückkehr sowie präzises Schweben machen die Mini-Drohne auch für Einsteiger einfach in der Bedienung. Die zugehörige App bietet auch Bearbeitungsmöglichkeiten für aufgezeichnete Videos an, anschließend kann man diese einfach in sozialen Netzwerken teilen.

Zusatzpaket für Vielflieger

Wer öfter mal zur Drohne greift, kann gegen Aufpreis auf 584 Euro das DJI Mini 2 Fly More Combo erwerben. Im Lieferumfang befindet sich dann die DJI Mini 2 sowie einige wichtige Zubehörteile wie zwei zusätzliche Akkus, zwei Ersatzpropeller, Zweiwege-Ladestation, Propellerhalter, 18-Watt-Ladegerät, passende Schrauben und eine Umhängetasche.

Fazit: Guter Griff für Gelegenheits-Piloten

Ist die DJI Mini 2 die perfekte Drohne? Nein, denn man kann trotz starker Ausstattung auf engstem Raum immer noch Dinge finden, die fehlen. Etwa wäre eine Hinderniserkennung cool gewesen, aber die nach unten ausgerichteten Sensoren lassen das nicht zu. Trotzdem dürfte die DJI Mini 2 zurecht Begehrlichkeiten wecken, weil sie erstens sehr kompakt ist, zweitens einfach zu fliegen und drittens qualitativ hochwertige Videos macht. Anspruchsvolle Einsteiger können zuschlagen. Drohnenprofis, die jedes Feature ausreizen wollen, eher nicht; obwohl, vielleicht doch, als kompakte Zweit- oder Dritt-Drohne.