Ein Porsche war noch nie ein Schnäppchen. Die luxuriösen Sportwagen lässt man sich in Stuttgart etwas kosten. Daran hat auch der Start der Elektromobilität nicht gerüttelt. In Zukunft wird die kaufkräftige Kundschaft aber wohl noch etwas tiefer in die Tasche greifen müssen. Das verrät ein führender Porsche-Manager.

 
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Der Schritt zum E-Auto ist für Porsche ein echter Erfolg. Der Taycan entwickelte sich in den vergangenen Monaten immer mehr zum Verkaufsschlager für den Sportwagenhersteller, stellte sogar den Klassiker 911 in den Schatten. So darf es weitergehen, doch die aktuelle Marktsituation könnte dem einen Strich durch die Rechnung machen.

Höhere Rohstoffkosten: Porsche schlägt Preise auf E-Autos auf

Entwicklungsvorstand Michael Steiner rechnet damit, dass die äußeren Umstände auch vor Porsche nicht Halt machen werden. Auf die Frage nach den Auswirkungen steigender Rohstoffpreise antwortete er in einem Interview: „Die technischen Entscheidungen der Entwicklung sind bei uns dadurch nicht betroffen. Allerdings müssen wir die Preise an die Kunden weitergeben“ (Quelle: Auto Motor Sport).

In welchem Umfang das passiert, machte er nicht klar. Zurzeit beginnt der Taycan in der Grundausstattung ab 86.733 Euro. Die Top-Version Taycan Turbo S schlägt mit fast genau 100.000 Euro mehr zu Buche. Verglichen mit dem Gesamtpreis dürften die höheren Rohstoffkosten kein extremes Plus bedeuten.

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Steiner sieht aber auch den Erfolg von E-Autos insgesamt ins Wanken kommen: „Eventuell kann sich zudem der Hochlauf der Elektromobilität verlangsamen“, meint er. Das ist in Teilen bereits Realität. So wird etwa die Liste der Neuzulassungen immer wieder durchgemischt, weil oft schnell verfügbare Modelle an die Spitze springen.

Höhere Preise für Neuwagen betreffen nicht nur Porsche. Experten rechnen damit, dass die Branche allgemein mehr Geld verlangen wird. Auch die Preise für gebrauchte Stromer sind bereits kräftig angestiegen, vor allem bei Tesla.

Der Porsche Taycan Gran Turismo ist der jüngste Neuzugang im Elektro-Portfolio:

Trailer zum Porsche Taycan Sport Turismo

Porsche will sich nicht vom Verbrenner lossagen

Porsche sehe E-Mobilität als Hauptstrategie, so Steiner weiter. Vom Verbrennungsmotor will man sich aber nicht verabschieden. Es sei ein Fakt, dass E-Fuels benötigt würden, um fossile Brennstoffe dauerhaft abschreiben zu können. Dafür wünscht man sich bei Porsche weiterhin Offenheit seitens der Politik. Das EU-Parlament hat bereits entschieden, ab 2035 keine neuen Verbrenner mehr zu erlauben.