Unter anderem mit dem ID.3 will VW die Elektro-Offensive des Konzerns starten. Im Expertentest fällt das Auto aber bislang mehrheitlich durch – in entscheidenden Bereichen.

 

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VW ID.3: Experten bemängeln Verarbeitung und Elektronik

Immerhin: Gute Fahreigenschaften bescheinigen die Tester von auto-motor-und-sport.de dem VW ID.3. Doch in den meisten anderen Disziplinen muss man Abstriche machen – obwohl man bei VW große Hoffnungen für das kompakte E-Auto hat.

„Erheblichen Nachbesserungsbedarf“ gebe es beim ID.3, so das Fazit von auto-motor-und-sport.de nach einem Fahrtest. Das getestete seriennahe Modell kostet vor Abzug der Prämie für E-Autos rund 50.000 Euro. Andere Varianten gibt es ab etwa 35.000 Euro – wovon bis zu 9.000 Euro weggehen. Dem Preis wird das Auto offenbar nicht gerecht: Es erfülle laut den Testern nicht die „gewohnten hohen VW-Ansprüche“ bei der Passgenauigkeit der Karosserieteile, den minimalen Spaltmaßen und hochwertigen Materialien. So besäßen etwa die Sitze nach den ersten Tests bereits einen „ausgeleierten Look“.

„Harte und schmutzempfindliche Kunststoffe“ seien im Cockpit verbaut und auch mit der Innenseite der Motorhaube geben sich die Tester in dieser Preisklasse nicht zufrieden. Sie sehe aus, als wäre sie mit der Sprühdose lackiert worden:

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Mängel in der Kerndisziplin

Überraschend ist, dass der ID.3 auch bei der Elektronik nicht gut davon kommt – das würde man bei einem „Smartphone auf vier Rädern“ nicht erwarten. Das Urteil der Experten: „Das Infotainment fährt nur langsam hoch, das Navi bleibt oft mehrere Hundert Meter orientierungslos.“ Zu Online-Diensten lasse sich keine Verbindung herstellen. Der Monitor liege dazu „relativ weit“ vom Fahrer weg. Die erschwerte Bedienung kann auch die Sprachsteuerung nicht wettmachen – sie sei weder fehlerfrei noch schnell.

Immerhin: Auf der Straße sei „alles super“. Antrieb und Fahrwerk nennt das Portal sogar „perfekt“, lobt das „ausbalancierte Fahrverhalten“, die Lenkung und die gute Traktion. Bei den übrigen Punkten gilt laut Test-Fazit: „Hier muss VW schnellstens nachbessern.“

Thomas Konrad
Thomas Konrad, GIGA-Experte für macOS, iOS und Apple-Hardware.

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