Gehen Elektroautos in Deutschland häufiger in Flammen auf als klassische Verbrenner? Diese Frage hat sich die FDP gestellt. Nun gibt es eine Antwort der Bundesregierung – und die fällt eindeutig aus.

Bundesregierung: Keine erhöhte Brandgefahr bei E-Autos

Die FDP im Bundestag hat eine kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt. Hierbei wollte die Fraktion geklärt haben, ob es bei Elektroautos ein höheres Potenzial bei der Brandgefahr gibt im Vergleich mit Autos, die auf einen konventionellen Antrieb setzen. Die Antwort der Bundesregierung ist eindeutig.

„Aus Sicht der Bundesregierung besteht bei Elektrofahrzeugen derzeit kein höheres Brandgefährdungspotenzial als bei Fahrzeugen mit konventionellem Verbrennungsmotor“, heißt es. Beim Brandschutz und der Vermeidung von Bränden seien beide Antriebe ähnlich zu bewerten. In Deutschland zugelassene Fahrzeuge würden unabhängig vom Antrieb „ein Höchstmaß an Sicherheit“ garantieren.

Die FDP ist der Meinung, dass es eine „einseitige Förderung der Elektromobilität“ gäbe. Der Fraktion zufolge würde aber keine Klarheit beim Vorgehen in einem Brandfall von E-Autos herrschen. Feuerwehren seien hier nicht gesondert zertifiziert. Dieser Mangel solle schnellstmöglich beseitigt werden. Die Bundesregierung wiederum weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass die Ausbildung von Feuerwehren in der Verantwortung der Bundesländer, Kommunen und Gemeinden liegt.

Zum Thema Elektroautos herrschen nach wie vor einige Mythen, die wir im Video gerne aufklären:

5 Irrtümer über Elektroautos

Referent für Feuerwehrfragen: Keine zentralen Schulungen

In einem Interview aus dem Jahr 2020 hat Carsten-Michael Pix, Referent für Feuerwehrfragen beim Deutschen Feuerwehrverband, erläutert, dass es in Deutschland keine zentralen Schulungen für E-Auto-Brände gibt. Feuerwehren haben aber bereits individuelle Schulungen durchgeführt (Quelle: heise online).

Dem Referenten zufolge gelten bei Elektroautos die selben Regeln wie bei anderen Bränden mit Elektrizität. Erfahrungen mit brennenden Photovoltaik-Anlagen und Lithium-Ionen-Akkus wurden bereits gesammelt. Lediglich dann, wenn das Fahrzeug nicht direkt als Elektroauto identifizierbar ist, könnte es in manchen Fällen zu Schwierigkeiten kommen.