Edeka zieht Reißleine: Windows 10 und Microsoft Office zum Schleuderpreis

Peter Hryciuk 3

Windows 10 oder Microsoft Office für nur wenige Euro bei Edeka kaufen? Dieser Traum ist ausgeträumt. Nach einer turbulenten Woche kam nun alles ganz anders.

Windows 10 und Microsoft Office bei Edeka

Update vom 27.10.2019: Nach der schlechten Publicity der letzten Tage, zieht Edeka die Reißleine. Der Supermarkt hat die Zusammenarbeit mit Lizengo beenden. In den letzten Tagen ging das Thema durch alle Medien, nachdem Microsoft mit einer Klage gedroht hat, von der Lizengo wohl nichts weiß. Für Edeka wurde das Angebot wohl zu heiß, sodass nun Schluss ist – berichtet heise. Das Abenteuer „günstige Windows- und Office-Lizenzen“ im Supermarkt ist damit beenden.

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Originalartikel:

Wer sich eine Lizenz von Windows 10 oder Microsoft Office kaufen möchte, geht dafür eigentlich nicht in den Supermarkt, sondern schaut , MediaMarkt oder anderen Elektronikmärkten, wo man so etwas erwarten würde. Tatsächlich bieten einige Edeka-Filialen nun auch Windows- und Office-Lizenzen zum kleinen Preis an. Teilweise sogar solche Versionen, die man eigentlich als normaler Nutzer gar nicht kaufen dürfte.

Folgende Preise ruft Edeka auf:

  • Windows 7: 17,99 Euro (Offiziell nicht mehr im Verkauf)
  • Windows 10 Pro: 39,99 Euro statt 259 Euro
  • Microsoft Office 2016 Home & Student: 84,99 Euro (Offiziell nicht mehr im Verkauf)
  • Microsoft Office 2019 Home & Student: 104,99 Euro statt 149 Euro
  • Microsoft Office 2019 Standard: 194,99 Euro statt 491,27 Euro (In Einzellizenzen gar nicht im Verkauf)

Dahinter steckt ein Deal mit Lizengo. Man kauft sich also mit einer Gutscheinkarte bei Edeka einen Code, den man dann bei Lizengo einlöst und einen Key zur Installation erhält.

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Sind die Lizenzen für Windows 10 und Microsoft Office legal?

Die c’t findet dieses Geschäftsmodell irritierend und hat im Detail recherchiert. Tatsächlich werden hier Schlüssel aus Volumenlizenzen verkauft. Offiziell darf man einen Key nur auf einem Gerät benutzen. Tatsächlich hat die c’t aber festgestellt, das ein und derselbe Key mehrfach verteilt wurde. Insgesamt sind pro Key 50 Aktivierungen möglich. In Stichproben wurde festgestellt, dass teilweise 15 der 50 Aktivierungen genutzt werden. Lizengo wird sicher darauf achten, dass ein Key nur 50 Mal verkauft wird. Einige Käufer könnten den Schlüssel aber auf mehreren Rechnern aktivieren und so eine Sperrung durch Microsoft hervorrufen – was aber nicht häufig passiert. Wenn man einen Key bekommt und dieser nicht funktioniert, da das gesamte Kontingent ausgeschöpft ist, kann man sich an Lizengo wenden und einen neuen Key anfordern. Man muss den Kauf aber belegen.

Und was sagt Microsoft dazu? Gegenüber der c’t äußerte sich das Unternehmen ausweichend: „Erfolgreiche Aktivierung sei kein Beweis für ein Nutzungsrecht, sondern eben nur der Türöffner.“

Die c’t kommt also zu dem Schluss, dass die Billig-Lizenzen bei Edeka legal sind – solange sich alle an die Regeln halten. Allein der Verkauf der „Microsoft Office 2019 Standard“-Version erscheint dubios, da Microsoft den Verkauf offiziell in Einzellizenzen nicht anbietet.

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